Wohin der Wind mich trägt

Petra Wagner (41) hat ihren Job geschmissen und geht auf Weltreise - ohne große Pläne und Ziele.

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Es geht weiter mit "Wohin der Wind mich trägt!"

Liebe Brigitte-Blog-Leserinnen und Leser,

ich hatte letztes Jahr über die Erlebnisse meiner Reise auf dem Brigitte Blog berichtet. Nun bin ich umgezogen auf Brigitte Woman und es geht weiter.

Verfolgen Sie „Wohin der Wind mich trägt“ unter http://blogs-woman.brigitte.de/weltreise/.

In meinem Blog „Wohin der Wind mich trägt“ habe ich ein Jahr über meine Reise durch Indien und Südostasien berichtet. Sie hatten als treue Leserinnen und Leser mich während dieser Zeit durch Indien, Malaysia, Indonesien, Burma, Thailand, Laos und Kambodscha begleitet. Sie haben Anteil genommen, Fragen gestellt und hilfreiche Kommentare abgegeben und mehrere von Ihnen hatten mich sogar kontaktiert mit der Frage, wie meine Reise zu Ende geht.

Leider gab es eine Pause. Denn ich kam zurück nach München, musste mich eingewöhnen und neu finden. Das habe ich getan bzw. ich bin auf gutem Wege. Nun möchte ich Sie als meine treuen Leserinnen und Leser wieder einladen, mit mir auf Reisen zu gehen. Hören Sie darüber, wie meine Reise in Asien ausklingt und wie sie in München weitergeht. Lesen Sie über eine Reise, die nicht mit dem Rückflug zu Ende ist…

Ich freue mich mit Ihnen in Kontakt zu bleiben auf http://blogs-woman.brigitte.de/weltreise/!

Ihre

Petra Wagner

Little Buddha?

Mein zweiter Besuch im Osho Resort war bedeutend einfacher als mein erster. Lief ich damals zwei Tage lang orientierungslos von A nach B auf der Suche nach C, so kannte ich nun das Prozedere.

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Osho "die Zweite"



Die Andamans, die ich so umständlich erreicht hatte, waren ins Wasser gefallen. Die vermeintliche Trockenzeit wurde von Dauerregen heimgesucht. Nach zwei Tagen Sonnenschein, startete der Regen und er hörte nicht mehr auf.

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Alles Gute kommt von Oben!

Ich flog auf die Andaman Islands. Erwartet hatte ich das Paradies. Doch es kam anders... Die Andamans waren schwierig zu erreichen. Sie lagen zwischen Indien, Thailand und Burma. Sie konnten nur von Indien aus angeflogen werden. Und dort wiederum boten nur zwei Städte, nämlich Chennai und Kalkutta, Flüge nach Port Blair an. Die Andamans gehörten daher nicht zum beliebtesten Kurzurlaubsziel dieser drei Länder, sondern waren eher frequentiert von westlichen Nichtpauschalurlaubern mit Abenteuerdrang. Die Andamans waren herrlich. Weite, ursprüngliche Strände übersät mit riesigen martialischen Baumstämmen, P3241684 [640x480]
wie zufällig auf dem Sand gestreute Muscheln und - Krokodilen! Ja, es gab Salzwasserkrokodile. P9190215 [640x480]
Diese hielten sich angeblich nur in den seichten Mangrovengewässern und nicht am Strand auf, das behaupteten zumindest die Betreiber der am Strand gelegenen Gästehäuser. Doch nicht jedes Krokodil schien das zu wissen und so war vor einigen Monaten, ein unwissendes Krokodil zu weit gepaddelt und neben einer schnorchelnden Touristin gelandet. Das Ganze nahm, wie könnte es anders sein, ein dramatisches Ende. Es kursieren hierzu die wildesten Stories auf der Insel. Die Amerikanerin habe mit ihrer Unterwasserkamera Fotos von dem Krokodil gemacht, statt direkt die Flucht zu ergreifen. Ihr Mann beobachtete das Massaker vom Strand aus. Vielleicht waren sie aus Hollywood und er hat ihr noch Regieanweisungen gegeben. Doch das ist nur eine Spekulation meinerseits und tut nichts zur Sache. Jedenfalls meldete er den Krokodilunfall der Polizei. Diese fand die Geschichte unglaubwürdig, denn Krokodile kommen ja nicht an den Strand. Sie verdächtigten stattdessen den Ehemann, seine Frau beseitigt zu haben. Denn es fehlte der Körper, aber der war ja im Krokodil. Doch das Glück, soweit man bei dieser Geschichte überhaupt von Glück sprechen kann, war auf Seiten des Ehemannes. Man fand die Unterwasserkamera und darauf die Fotos vom Krokodil. Des Ehemanns Glaubwürdigkeit stieg. Nach einigen Tagen fand man dann angeblich auch Teile der Frau, in eindeutigem Zustand und der Ehemann war entlastet. Seither ist an diesem Strand ein Wachposten mit einem Gewehr positioniert. An all den anderen Stränden nicht, denn Krokodile kommen ja nicht an den Strand. Doch für alle Fälle gibt es Schilder, darauf abgebildet ein Krokodil unter dem Wörtchen "Danger!" Wie auch die Realität mit der Frau, dem Krokodil, dem Ehemann und der Kamera tatsächlich war, ich hatte beim Schnorcheln ein mulmiges Gefühl.    
Ein mulmiges Gefühl hatte ich aber nicht nur am Strand, sondern auch in meiner Strandhütte. Der Grund für dieses kam von Oben. Ich war gerade eingezogen, hatte meine abenteuerlustigen, wenn auch deutschen Nachbarn, in den zwei Hütten nebenan begrüßt, als ich plötzlich einen lauten Schrei hörte. An ein Krokodil dachte ich nicht, nicht in der Hütte. Doch es wäre nahe dran gewesen. Eine riesige schwarze Schlange, offensichtlich im Giebel unserer Hütte wohnend, ließ sich von selbigem herab und landete versehentlich im Hütteninneren meines Nachbarn. Michael schrieb gerade seinen Reiseblog als das drei Meter lange Vieh an ihm vorbei schlängelte, verstört vom ungewohnten Umfeld ins Badezimmer flüchtete und dort panisch nach einem Ausgang suchte. Nadine, in der Hütte nebenan, wurde unfreiwillig Zeuge der Schlängelei und ich sah nur noch das im Badezimmer zur Seite gedrückte Mückengitter, durch das sich die Schlange quetschte, um zurück auf unser Dach zu kriechen. Unser Hotelbesitzer, offensichtlich beunruhigt drei Mieter auf einen Streich zu verlieren, ging, mit einem Prügel ausgestattet, die Schlange suchen. Halbherzig stieg er aufs Dach um schon nach einer Minute erleichtert zu verkünden die Schlange sei weg. Wir aber hörten von diesem Moment an immer ein verdächtiges Rascheln in unseren Strohgiebeln. P3281709 [640x480]
Dann am dritten Tag kam der Regen und er blieb. Es regnete und regnete und wollte nicht mehr aufhören. P3241694 [640x480]
Es wurde kalt. Mein Krokodilthema war damit vom Tisch. Denn zum Schnorcheln war es zu kalt. Doch die Schlange blieb und mit ihr mein mulmiges Gefühl.

India I am back!

Ich konnte es nicht glauben, aber es war so. Mein Reisejahr war fast zu Ende. Nach meinen Tigern blieben mir noch ganze fünf Wochen.

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Fast Schwein gehabt!

Heute gab es Aufregung im Tiger Tempel. Eine außerplanmäßige! Es war kurz vor 13 Uhr und alle Leute standen bereit zum Tiger Walk in den Canyon.

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Wahre Tigerliebe!

Ich habe einen Lieblingstiger. Er ist zehn Wochen alt, heißt Wey Ha und ißt für sein Leben gerne. Schlummertiger
In der Zeit, wo seine zwei Schwestern ein Fläschchen verdrücken, schafft Wey Ha gut und gerne drei. Er nuckelt an der Flasche als gäbe es kein Morgen.

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Gebrauchsanweisung Tiger!

Bevor unser daily Business im Tiger Tempel losgeht, erhalten wir eine Einweisung von Dr. Somchai, dem Tierarzt. Er ist ein Fan des Learning by Doing und nach diesem Motto startet unser erstes Treffen. Eine Kuh ist verletzt und die gilt es einzufangen.

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Ich glaub ich steh im Wald...

Ich bin seit einigen Tagen im Tiger Tempel und darf mit Tigern arbeiten. Meine Nächte sind bewegt, ich träume von Tigern, Löwen und Elefanten.

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Unter Tigern!

Heute ist ein besonderer Tag. Der Anfang eines Abenteuers. Oft habe ich in Interviews die Frage gehört "Was war Ihr beeindruckendstes Erlebnis? Woran erinnern Sie sich gerne zurück?" Und oft dachte ich mir "Ja, was war eigentlich mein beeindruckendstes Erlebnis?"

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