Ein Plastik Tag ist so herrlich
künstlich. Möglichst ohne Tageslicht und Frischluft, zeitgemäß
und emotionsfrei .
Morgens weckt die Stimme des Weckers
mit einem monotonen „es ist – sibben – Urr – dreizehn“ und
das Bad ohne Fenster, aber dafür mit Fußbodenheizung und
rauschendem Abluftföhn, erwartet seinen Besucher mit elektrischer
Zahnbürste und 24 Stunden Intensiv Deo mit Sanddornaroma. Aufs Haar
kommt extra-long-anhaltender Stylingfoam und die Tagescreme mit
aufgedruckter Aloe Vera Pflanze macht die Hautpflege so
allergikerfreundlich ....
weiter lesen "Plastik-Tag"
Kennen Sie das? Sie haben etwas neu
erstanden, beispielsweise einen Tagesplaner für das neue
Kalenderjahr und das Preisetikett muss ab. Geht aber nicht ohne
weiteres. Nach Rubbeln, Kratzen und einer braunen Portion Klebstoff
unterm Fingernagel bleibt ein unschöner Fleck auf dem nagelneuen
Stück. Den darf man nun ab sofort ein ganzes Jahr lang jeden Tag
ansehen.
Oder die neue Unterhose – ein edles
feines Stückchen! Im Preis inbegriffen ist ein säuberlich
eingenähtes Etikett in Schwanzknochennähe, …..
weiter lesen "Etikettenhaftung & Verpackungswunder"
Es gibt vieles auf unserer Erde gegen
das wir nichts tun können - beispielsweise Naturkatastrophen. Wir
können nur versuchen die Auswirkungen zu lindern. Ich möchte an
dieser Stelle eine meiner Lieblings-Zeichnungen anbieten, deren Erlös
zu 100 % der Hilfsorganisation SAVE THE CHILDREN zur Verwendung für
Kinder auf Haiti zukommen wird.
„Auf halbem Weg“ ist für mich eine
mutmachende Zeichung. Ich frage mich immer wieder, wie diese Dame so
leicht und munter eine solch große Last durchs Leben radeln kann?
Sie sieht nicht zurück, sondern nach vorn und das mit einem Lächeln
im Gesicht. Und genau das ist ihr Erfolgsrezept. ...
weiter lesen "Kinder auf Haiti - Original-Zeichnung gegen Spende"
Seltsam diese Deutschen? Nein!
Erstaunlicherweise krame ich blitzschnell alle möglichen alten
Gewohnheiten aus meinem Oberstübchen hervor und fühle mich nach
meinem Umzug von Teneriffa an die Ostsee recht wohl unter meinen
Landsleuten – so im Allgemeinen betrachtet. Im Speziellen kann ich
mich natürlich noch nicht als Lübeckerin bezeichnen, höchstens als
„Newcomerin“ in der Marzipanstadt. Meine ersten Schritte sind
mandelbutterweich. Ich habe das Gefühl, hier könnte ich am rechten
Fleck Deutschlands gelandet sein. Trotz allem wundere ich mich ab und
an, denn es gibt schon einige Unterschiede zwischen den letzten neun
Inseljahren und meinem jetzigen Leben..
..
weiter lesen "Die feinen Unterschiede – vom Milchcafe zur Buchhandlung"
Europa ist groß und die Länder
verschieden. Offensichtlich durch Sprache und Gepflogenheiten
erkennbar. Aber da gibt es neben dem, was einem Reisenden sofort ins
Auge sticht, auch kleine Unterschiede, die erst im Alltag zutage
kommen. Genau diese beschäftigen mich momentan tagtäglich, da ich
sie erlebe und nie so genau weiß, ob ich nun spanisch oder deutsch
empfinde.
Ich beginne einmal beim Autofahren. Der
Lübecker im Allgemeinen begegnet mir bei meinen ersten Irrfahrten
OHNE Navigationssystem, was alleine schon ausreichend Stoff für
einen ausführlichen Essay bieten würde, und wildem Spurwechseln und
Kopfkratzen recht gelassen und höflich. Gut, der eine oder andere
schimpft schon einmal recht wüst, aber bei den Temperaturen ...
weiter lesen "Die feinen Unterschiede – von der Autofahrt zur Obstabteilung"
Schnee wohin man sieht und dazu am
Samstag nachmittag strahlender Sonnenschein. Rund um Lübecks
Stadtkern ist es recht wässrig – sprich diverse Teiche und Kanäle
laden an den Uferwegen zu Spaziergängen ein. Viele Kinder stürmen
mit Schlitten die kleinen Hügel der parkähnlichen Anlagen und
ebenso viele Hundebesitzer nutzen das Wintertraumwetter um sich und
ihre Vierbeiner zu lüften. Natürlich mache ich es Ihnen nach –
seit einem mehr als einem Jahr Hundebesitzerin und seit gut einer
Woche Lübeck-Einwohnerin – und treffe Edda und Ruga....
weiter lesen "Hunnenkönig und Prinzessin"
Mein Jahr 2009 hatte Tiefe,
Veränderung, ein wenig Tragik, Freude, Trauer, Zweifel, Liebe,
Freundschaft und Lachen im Gepäck. Ich habe viele wunderbare
Menschen kennen gelernt, entweder ganz neu oder die bereits bekannten
von neuer Seite. Ich habe tiefgreifende Entscheidungen getroffen,
wider aller Gewohnheiten gehandelt. Ich habe losgelassen und bin nun
angekommen – in Lübeck...
weiter lesen "loslassen & ankommen. Lübeck. "
Mein letzter
Blog vor Abreise mit dem symbolischen Weihnachtsbäumchen im
Schlepptau: Am Sonntag werde ich die Welten wechseln und ab dann von
der Ostseeküste berichten. Bis dahin bleiben aber noch ein paar
Feierstunden, einige Dinge zu packen und vieles zu erledigen. Meiner
Bitte mich dieses Jahr nicht mit Weihnachtsgeschenken zu beschenken - wegen Platzmangel und Gepäckübervöllung – wurde
stattgegeben und manch einer bedachte mich dann eben mit einem
Abschiedsgeschenk. Praktisch! Es hat den Vorteil, dass ich es
auspacken konnte, wann ich wollte, allerdings den Nachteil, dass ich
ständig heulen musste vor Rührung...
weiter lesen "Feliz Navidad ... praktisch, weihnachtlich, freundschaftlich"
Haben wir uns eigentlich schon einmal
über das Wetter unterhalten? Das machen die Menschen ja meistens,
wenn es nichts mehr oder noch nichts zu bereden gibt. Nun, ich habe
noch viel anderes zu erzählen – keine Sorge, aber da wir gerade
wieder einmal besonderes Wetter haben, könnte ich darüber auch
einmal ein Wörtchen verlieren....
weiter lesen "Frischer Wind"
Das waren noch Zeiten, in denen Böden
gebohnert wurden. Frisch glänzend empfingen sie ihre Besucher und
bescherten so manchem Ledersohlenträger eine Rutschpartie vom
Feinsten. Hallende Flure und gekachelte Gänge beeindruckten mit Hall
und Weite den Bittsteller im Amt, den Kranken im Haus, den Waisen im
Heim, das Kind im Garten. Ein kaltes „Klipp-klapp“ der Absätze
kündigte vom Herannahen einer wichtigen Person, ein schlitternder
Schritt bezeugte die eigene Ungeschicklichkeit.
weiter lesen "Zwischen Bohnerwachs und Paternoster - Ein Ausflug in die Vergangenheit"