Danke
Es übersteigt mein Vokabular, ich weiß nicht mehr, wie ich anders Danke sagen kann für so viel liebevolle Anteilnahme, für eure Unterstützung, euren Trost. Denn es tröstet mich, mich nicht allein zu wissen, auch wenn es mir den Schmerz nicht nimmt. So sage ich euch allen, die ihr mir geschrieben habt, die ihr an mich denkt, einfach Danke.
Danke auch für eure finanzielle Unterstützung, auch wenn mir das offen gestanden doch unangenehm ist. Danke Renate, Karin, Heike und marana, und allen anderen, die auf Renates Hilfsblog hingewiesen haben, Danke vor allem Renate für diese Idee und die wunderbare und liebevolle Umsetzung.
Ich möchte gerne, dass wir aufhören, Geld für mich zu sammeln – alles rund um das, was man Beerdigung nennt, auch wenn es in diesem Sinne keine Beerdigung gab, ist mit dem Betrag, der zusammengekommen ist, gedeckt. Dafür bin ich froh und dankbar. Alles andere wird sich irgendwie regeln – dafür möchte ich nicht mehr um Hilfe bitten.
Eine Freundin schickte mir ein Büchlein mit Gedanken zum Abschiednehmen, daraus stammt der folgende Text, den ich euch allen in Dankbarkeit widmen möchte:
M.-L. Wölfing
Segen der Trauernden
Gesegnet seien alle,
die mir jetzt nicht ausweichen.
Dankbar bin ich für jeden, der mir
einmal zulächelt
und mir seine Hand reicht,
wenn ich mich verlassen fühle.
Gesegnet seien die,
die mich immer noch besuchen,
obwohl sie Angst haben,
etwas Falsches zu sagen.
Gesegnet seien alle,
die mir erlauben,
von dem Verstorbenen zu sprechen.
Ich möchte meine Erinnerungen
nicht totschweigen.
Ich suche Menschen,
denen ich mitteilen kann,
was mich bewegt.
Gesegnet seien alle,
die mir zuhören,
auch wenn das, was ich zu sagen habe,
sehr schwer zu ertragen ist.
Gesegnet seien alle,
die mich nicht ändern wollen,
sondern geduldig so annehmen,
wie ich jetzt bin.
Gesegnet seien alle,
die mich trösten
und mir zusichern,
dass Gott mich nicht verlassen hat ...
Liebe Christiane,
Niemand ist eine Insel, so lautet der Titel eines Simmel-Romans. Das Buch wirst Du sicher auch gelesen haben.
Und weil niemand ist eine Insel, haben wir alle zusammen gerne geholfen.
Liebe Grüße aus der Ferne
Sylvia
Kommentiert von:Sylvia | Sonntag, 24. Mai 2009, 9:56 Uhr
Liebe Christiane,
amazon hat Dein Buch verschickt! Ich denke, Montag wird es eintrudeln und ich freue mich schon arg drauf. Toi, toi, toi für den Verkaufsstart... und natürlich auch sonst alles Liebe,
Stephanie
Kommentiert von:Stephanie | Sonntag, 24. Mai 2009, 11:31 Uhr
Liebe Christiane, es muss dir nicht unangenehm sein, dass es Menschen gibt, die dir helfen. Denn diese Menschen machen es gern. Wie du an den Kommentaren auf dem Hilfeblog sehen kannst, haben sich viel "bedankt" für die Möglichkeit dich ein bisschen unterstützen zu können. Und einem Menschen, den man mag, helfen zu können, gibt auch dem eigenen Herzen Freude.
Wie Karin Tauer ja so schön geschrieben hat ... wenn viele Menschen nur einen einzigen Grashalm anblasen, dann bewegt sich am Ende die ganze Wiese. Für den einzelnen tut eine Spende von ein paar Euro dem Geldbeutel nicht weh. Dir aber kann die Gesamtsumme sehr gut tun. Und das war und ist der Sinn der Aktion. Denn sie ist ja noch nicht abgeschlossen.
Ich umarme dich ganz herzlich - deine Renate
P. S.: Ich freue mich schon auf dein Buch, das ich vor einigen Wochen bestellt habe und nicht nur selbst mit Wonne leben, sondern auch an liebe Freundinnen verschenken werde.
Kommentiert von:renate | Sonntag, 24. Mai 2009, 11:39 Uhr
P. S.: Das Gedicht ist sehr schön!
Kommentiert von:renate | Sonntag, 24. Mai 2009, 11:41 Uhr
Liebe Christiane,
ich finde das Gedicht auch sehr schön. Wie schlimm wenn Menschen ihre Trauer verstecken müssen... und wie schön wenn sie damit angenommen werden und Unterstützung erfahren, so sollte es sein. Ich kann mir vorstellen, daß es sich für Dich unangenehm fühlt Geld gespendet zu bekommen, aber alle haben es Dir gerne gegeben und Du hast uns mit Deinem Blog ja auch immer viel Freude gemacht. Ich freue mich schon sehr auf Dein Buch auch wenn ich es wohl mit einem weinenden Auge lesen werde! Ich wünsche Dir viel Kraft diese schweren Zeiten zu ertragen.
Kommentiert von:Anna | Sonntag, 24. Mai 2009, 19:25 Uhr
Liebe Christiane,
noch herzliche Grüsse auch aus dem Ausland und viel Kraft für alles, was auf dich zukommt.
Ich hoffe, dass du das Geld einfach so annehmen kannst, wie die emails, die du bekommst: als Zeichen, dass du nicht alleine bist. Ich kann mir vorstellen, dass es sich komisch anfühlt, denn wir kennen uns ja alle nicht wirklich, aber du hast uns an deinem Leben teilnehmen lassen und das ist auch ein Geschenk an uns von dir,
viele Grüsse,
Barbara
Kommentiert von:Barbara | Montag, 25. Mai 2009, 10:21 Uhr
Liebe Christiane,
Vor noch gar nicht langer Zeit sagte ich einmal in einer ähnlichen Situation ähnliche Dinge wie Du zu einer Freundin. Ich wusste nicht recht, wie ich meinen Dank an sie und die Gruppe Mamis ausdrücken sollte, die mir alle erdenkliche Hilfe angeboten und in dem Masse wie ich sie benötigte gegeben hatten. Diese Frau ist eine sehr bodenständige und geradlinige Person. Sie antwortete mir darauf nur: Ihr seid es doch wert und würdet das für uns auch tun.
Mittlerweile habe ich begriffen, dass man sich für solche Hilfe nicht so einfach revangieren kann wie für ein Geburtstagsgeschenk. Denn man wünscht ja niemandem in eine solche Situation zu kommen. Man kann die Hilfe aber weitergeben und hoffen, dass sie eine grosse Runde um die Welt macht.
Und wenn Du meinst, kein weiteres Geld mehr zu brauchen, gib das was übrig ist doch einfach weiter.
Sei gedrückt von Mamita
(Eschte Kölsche stonn zesamme ;o)
Kommentiert von:Mamita | Montag, 25. Mai 2009, 11:53 Uhr
Kann ich verstehen, dass es dir schwerfällt, das Geld anzunehmen, würde mir auch so gehen. Vielleicht kannst du es als etwas betrachten, was dir Menschen gerne geben, weil auch du ihnen gern gegeben hast.
Und den Tipp von Mamita zum Weitergeben finde ich persönlich gut.
Kommentiert von:Ulrike | Montag, 25. Mai 2009, 12:40 Uhr
Schönes Gedicht.
...und gesegnet seien auch die, die dir so viel Zeit zum Trauern wie nötig geben, die nicht nach ein paar Monaten, nach einem Jahr verstohlen darauf hinweisen, dass es ja nun doch so langsam Zeit sei, "drüber weg zu kommen".
Nochmal sende ich eine ganz herzliche Umarmung (man kann nie zu viele Umarmungen haben) und wünsche dir gute Freunde, die jetzt für dich da sind.
Kommentiert von:claudia | Dienstag, 26. Mai 2009, 10:08 Uhr
Liebe Christiane,
ich lese deinen blog nun schon sehr lange und habe ihn immer sehr gemocht, da ich selbst einen französischen Partner habe und mich in vielem was du geschrieben hast wiederfinden konnte. Deine Geschichte hat mich immer träumen lassen von allem was man im Leben schaffen kann und von vielem was in einer Beziehung möglich ist. Vielen Dank, dass du so Vieles so offen mit uns allen geteilt hast.
Es tut mir leid, dass deine Lebensgeschichte solch eine traurige Wendung genommen hat und ich wünsche dir alles Gute.
nona
Kommentiert von:nona | Donnerstag, 28. Mai 2009, 23:10 Uhr