Erdbeben: Tödliche 30 Sekunden
Ich bin zur Zeit auf dem Sprung nach L´Aquila. Beim Zeitungslesen heute morgen und bei den laufenden Fernsehberichten kommen mir die Tränen. Die Bilanz am zweiten Tag nach dem Erdbeben in der Region Abruzzen ist verheerend: 207 Tote, 1000 Verletzte, 33 vermisste Personen und 17.000 obdachlose Menschen. Hinter jeder Zahl verbirgt sich eine persönliche Tragödie.
Gegen 3.30 Uhr morgens in der Nacht auf Montag schreckte die 27jährige Lucia Di Cicco durch einen lauten Knall in der Altstadt von L´Aquila, der Hauptstadt der Region Abruzzen, auf. Die Wände wackelten, der Boden schwankte, die Fenster klirrten. In letzter Sekunde konnte sich die junge Frau mit ihren Mitbewohnern über das Stiegenhaus ins Freie retten. Das gegenüberliegende Haus in der Via San'Andrea stürzte vor ihren Augen ein. „Seit Monaten spürten wir immer wieder Erdstösse und konnten nicht mehr ruhig schlafen. Besonders schlimm war es dann gestern Abend, mit mehreren kleinen Erdbeben, bis zu jenem großen Erdstoß, der wie eine U-Bahn über uns fuhr“, erzählt Di Cicco.
Ein Kollege von der Lokalzeitung „Il Centro“ hat in der Nacht auf Montag seinen Sohn Domenico (18), seine Tochter Maria Paola (16) und seinen Vater verloren. Seine betagte Mutter schwebt in Lebensgefahr. Nur seine Frau und er konnten sich retten. Drei Generationen feierten in dem kleinen Dorf Onna, das durch das Erdbeben völlig zerstört wurde, die goldene Hochzeit der Eltern des Chefredakteurs der Lokalzeitung „Il Centro“. „Es ist eine Katastrophe“, mit diesen Worten informierte er am frühen Morgen die Redaktion über sein „privates Drama, das zum Symbol einer kollektiven Tragödie“ geworden ist.
Liebe Irene,
nenn mir bitte ein Konto, auf das ich einen Beitrag überweisen kann. Vielleicht krieg ich mein Team auch dazu, etwas zu überweisen. Gut erhaltene Sachen würde ich extra gern schicken.
Viele Grüsse und einstweilen beste Wünsche von Vera
Was sind Querelen dieser Welt gegen dieses Leid, das nicht einmal durch Zuspruch ungeschehen genmacht werden kann?! Die Vorstellung, sein Kind oder seine Familie zu verlieren, ist furchtbar. Man kann dieses Leid nur lindern, wenn überhaupt.
Kommentiert von:Vera | Samstag, 11. April 2009, 15:25 Uhr
Liebe Irene,
habe natürlich im Internet nachgesehen. Entschuldige, wenn ich die blöde Frage gestellt habe. DRK ist bestimmt o.k. Auch von woanders aus. Für alle, die im ersten Schock auch kopflos reagieren:
DRK-Spendenkonto:
Konto: 41 41 41
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ: 370 205 00
Stichwort: Erdbebenhilfe
Kommentiert von:Vera | Samstag, 11. April 2009, 20:58 Uhr
oder hier:
caritas international freiburg, stichwort: erdbeben abruzzen spendenkonto 202, bank für sozialwirtschaft karlsruhe BLZ 66020500
Kommentiert von:allegra | Montag, 13. April 2009, 20:46 Uhr