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Umweltengel statt Ökoschweine: Monika Herbst (34) und Michèle Rothenberg (30) versuchen, endlich ein ökologisch korrektes Leben zu führen.

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Solarradios als Alternative?

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Seit einigen Monaten spare ich Strom. Unfreiwillig, wie ich zugeben muss. Der Grund: Das Netzteil zur Dockingstation meines MP3-Players ist kaputt. Die Dockingstation ist der einzige "Lautsprecher", der in unserer Wohnung existiert. Im Sommer habe ich ein neues Netzteil bestellt, bis heute warte ich vergeblich darauf. Seitdem ist es ziemlich still in unserer Wohnung - wenn man mal von meinen gelegentlichen Anrufen beim Hersteller absieht, um zu fragen, wann das neue Netzteil endlich kommt...

 



Schlimmer noch als Wohnungsputz ist für mich Wohnungsputz ohne Musik. Und auch Kochen macht ohne Radiogedudel keinen Spaß. Da ich selbst mit funktionierendem Netzteil die Musik von der Dockingstation im Wohnzimmer in der Küche nicht mehr hören kann, beschließe ich, die Gunst der Stunde zu nutzen, um mir ein Radio für die Küche zu kaufen.

Praktischerweise hat Stiftung Warentest gerade spezielle Küchenradios getestet, die man platzsparend unter den Küchenschrank bauen kann. Ich suche mir den Testsieger raus, ein Radio von Sony, stöbere in Foren nach den Erfahrungen anderer Nutzer und frage im Fachhandel nach. Und beschließe dann, das Radio NICHT zu kaufen.

Warum? Zu den beliebtesten Stromspartipps gehört der, den Standby-Betrieb auszuschalten. Gute Idee. Nur, macht man das bei besagtem Küchenradio, was nur geht, wenn man die Stromzufuhr ganz kappt, dann ist die integrierte Uhr verstellt (was sich bei Elektrogeräten normalerweise durch nervtötendes Blinken bemerkbar macht) und die programmierten Sender sind weg. Darauf habe ich keine Lust. Ich frage bei der Kunden-Hotline des Herstellers nach, ob ich das Radio ausstellen und diese Probleme umgehen kann. 

Die Antwort: Nicht möglich. Mein Gesprächspartner argumentiert, dass viele Kunden die integrierte Uhr und die Speichermöglichkeit für Sender wünschten und sie nicht lauter verschiedene Versionen des Küchenradios anbieten könnten. Hm, die Energiespar-Diskussionen scheint irgendwie an dieser Firma vorbei gegangen zu sein. Aber vielleicht verbraucht der Standby-Betrieb ja nur ganz wenig Strom? Noch während ich mir die Frage stelle, wird mir klar, dass ich gerade versuche, mich selbst zu betrügen. Ich hoffe auf einen möglichst niedrigen Standby-Verbrauch, damit ich das Radio doch noch kaufen kann. Dabei ist eine Standby-Funktion, die man nur unter größten Hürden umgehen kann, eigentlich ein Killer-Kriterium. Trotzdem frage ich die Kunden-Hotline auch nach dem Energieverbrauch im Standby. Mein Gesprächspartner kann die Frage nicht beantworten, verspricht aber eine E-Mail-Antwort innerhalb von 24 Stunden. Die E-Mail bekomme ich auch, darin steht lediglich, dass sie zum Standby-Verbrauch keine Angaben machen können. Alle Welt diskutiert übers Energiesparen und die Hersteller können nicht mal den Standby-Verbrauch nennen? Sehr seltsam...

Robertssolarradio_3 Ich verwerfe die Idee mit dem Küchenradio für den Unterschrank. Ob ein Solarradio eine Alternative ist? Für ein bisschen Nebenbei-Musik in der Küche müsste das doch ausreichen. Es macht mich stutzig, dass ich niemanden kenne, der ein Solarradio besitzt oder ausprobiert hat und dass es in den einschlägigen Elektro-Geschäften nicht mal welche gibt. Und was unterscheidet eigentlich die verschiedenen Solarradios, die schon länger auf dem Markt sind, und die alle um die 50 Euro kosten, von dem neuen Roberts-Solar-Radio (siehe Foto), dass es für 110 Euro bei Amazon.de gibt - oder geben soll, denn seit Wochen warte ich darauf, dass es im Lager vorrätig ist? Ist das Neue nur stylischer oder gibt es auch technische Vorteile?

Überhaupt: Worauf muss man beim Kauf eines Solarradios achten? Ich frage mal bei Greenpeace nach. Der nette Mann aus der Presseabteilung hat tatsächlich selbst ein Solarradio zu Hause und ist damit auch zufrieden. Sehr erfreulich. Da der Experte für erneuerbare Energien von Greenpeace gerade nicht erreichbar ist, versuche ich es bei Professor Henry Bergmann von der Hochschule Anhalt. An der Hochschule wird seit diesem Semester der Studiengang "Solartechnik" angeboten und von ihm betreut. Er kann mir sicher weiterhelfen. 

Ich frage ihn, wie ich die Qualität von Solarradios beurteilen kann. Seine spontane Reaktion ist ernüchternd: "Kleinanwendungen im Solarbereich wie Solarlampen oder Radios sind meistens nicht ausgereift", sagt er. Bei den Gerätepreisen, die ich ihm genannt habe, könne es sich nur um Billigsolarzellen beziehungsweise Billiggeräte handeln. 

Okay, aber spricht etwas gegen billige Solarzellen? Professor Bergmann erzählt, dass ein gutes Radio rund 20 Jahre hält. Das würden die Solarzellen auch schaffen, sie verlieren rund 1 Prozent ihrer Wirkung pro Jahr. Das geht ja noch, denke ich. 

Schwierig könnte es aber mit dem Akku werden (falls vorhanden), vor allem, wenn ich viel Radio hören wollte und der Akku deshalb nicht schnell genug nachgeladen werde. Das ist nicht gut für seine Lebensdauer. Idealerweise sollte der Akku im Schnitt zu 80 bis 85 Prozent geladen sein und nicht immer am unteren Limit fahren. Aber mehr als ein paar Jahre gibt er dem Akku trotzdem nicht.

Problematisch findet der Professor auch, dass die Solarzellen im Radio untergebracht sind. Denn die Elektronik gehöre eigentlich nicht ins Sonnenlicht, die Solarzellen dagegen schon. Schon bei 10 Grad dauerhafter Temperaturabweichung von der Norm würde die Lebenszeit elektronischer Schaltungen halbiert.

Er rät mir, vor dem Kauf nach dem Wirkungsgrad der Solarzellen zu fragen. Je nach Zellen-Qualität könnte dieser zwischen 7 und 18 Prozent liegen, allerdings macht er mir nicht viel Hoffnung, dass der Wirkungsgrad sehr hoch sein wird. Wichtig sei deshalb auch die Frage nach der Spieldauer, wenn auf zusätzliche Batterien verzichtet werde.

Nach meinen Erfahrungen mit Sony bezweifle ich, dass es eine Kunden-Hotline gibt, die mir Auskunft über den Wirkungsgrad von Solarzellen geben kann. Aber vielleicht bekomme ich ja noch was raus. Ohnehin scheint ja der Akku die entscheidende Schwachstelle zu sein. Ich werde mein Glück einfach mit dem Roberts-Solarradio versuchen (sobald ich es bestellen kann) und berichte dann, wie es ist. Denn Stromsparen hin oder her - langsam wird es mir zu ruhig in der Wohnung...

 

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Kommentare

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es gibt auch Radios,wo mit Kurbeln der Strom erzeugt wird, in so fairen Läden, ganz umweltfreundlich ist der eigene Gesang

Schade. Ich hätte das Roberts-Radio in Großbritannien bestellen können. Aber leider ist es ein Digitalradio und in Lüneburg gibt es dafür keinen Empfang. Ich suche weiter - und werde einen zweiten Blick auf die kombinierten Solar- und Kurbelgeräte werfen, die auch Angela erwähnt hat...

Hallo Monika,

bei uns gibt es die "umweltberatung" und dort habe ich nachgefragt. Sie meinten: "Prinzipiell ist jedes Elektrogerät, das nicht eingeschalten ist (also wirklich: Stecker raus!), das beste Elektrogerät aus Sicht des geringen Energieverbrauchs. Das heißt, dass ein Radio ohne Stand By Funktion eine gute Variante wäre."
Solarradios die zu empfehlen sind kennen sie keine.

Hoffe, ich habe dir mit dieser zusätzlichen Meinung geholfen.

Liebe Grüße - Trixi

Hallo Trixi,

das ist ja nett, dass du extra nachgefragt hast :)Tausend Dank. Wer bietet denn diese tolle Umweltberatung bei euch an?

Ich habe inzwischen ein Solarradio bestellt - auch wenn die winzigen Geräte nicht gerade auf einen guten Klang hoffen lassen. Aber ich will jetzt unbedingt wissen, ob die gut funktionieren.

Im Notfall gebe ich es zurück und dann kommt Plan B: Ein Radio ohne Standby-Funktion, wie du es auch empfohlen hast.

Ich werde berichten...

Herzlichen Dank nochmal für deine Unterstützung!

Liebe Grüße
Monika

www.umweltberatung.at , ich habe mir dort schon sehr oft helfen lassen. Bei uns gibt es eine Unzahl von solchen Hilfen.

z.B.:Als wir in unser Haus zogen, hatten wir erstmals auch einen Garten zu bereuen. Sicher bin ich mit Garten aufgewachsen, aber wer interessiert sich schon als Kind für Kompost und co? In Österreich muss man nämlich seinen Müll trennen und je nach dem ob man selbst kompostiert oder nicht, muss man eine BIO-Tonne (die regelmäßig entleert wird) bestellen und bezahlen oder eben nicht. Also rief ich bei der Umweltberatung an und ein paar Tage später hatte ich alle möglichen Unlagen für Kompostanlagen und -betreuung in Postfach. Bis heute funktioniert unser Kompostsystem.

Oder welche Wandfarbe denn nun wirklich gesund ist, welcher Weihnachtsbaum ökoogisch unbedenklich ist usw.. Newsletter gibt es auch, wenn man will.

Also, wenn man will bekommen wir fast jede Unterstützung die wir für unser gesundes Leben brauchen ;-) Liebe Grüße

Toll. Die Homepage sieht auch sehr interessant aus. Ich wüsste nicht, dass es einen vergleichbaren Service in Deutschland gibt. Ich habe jetzt mal im Umweltministerium nachgefragt, ob sie ein entsprechendes Angebot empfehlen können.

LG; Monika

Tatsächlich, es gibt eine ähnliches Angebot in Deutschland (wenn auch im Moment noch gut versteckt). Das Umweltbundesamt beantwortet auch konkrete, individuelle Anfragen zum Thema Umweltschutz. Dafür einfach die Frage über dieses Kontaktformular eingeben:

http://www.umweltbundesamt.de/kontakt.php?ID=0&thema=500

@ Trixi

Da muss ich doch mal nachhaken: Welcher Weihnachtsbaum ist denn ökologisch unbedenklich? Doch wohl der, der gar nicht erst abgehakt wird. Oder?

Jetzt kommt ja die Weihnachtszeit mit Riesenschritten näher, wäre das nicht auch ein wichtiges Thema für diesen Blog? Ich erinnere mich da an eine Lichterkettendiskussion im letzten Jahr.

Wenn man das "Fest der Liebe" mal mit den Augen der Natur sieht, dann ist das doch der Horror: Menschen hacken Bäume ab, um sie ein paar Wochen in der Wohnung vergammeln zu lassen und dann auf den Müll zu werfen.

Gänse werden gestopft und geschlachtet, ebenso jede Menge Karpfen und andere Tiere. Nur, damit die Menschen im Januar wieder Diät machen, weil sie zu viel gegessen haben.

Die Menschen kaufen Geschenke, die die Beschenkten meist gar nicht brauchen, für deren Produktion Rohstoffe und Energie verbraucht wurden.

Dann werden diese Geschenke in Papier gewickelt, das nach dem Auspacken gleich weggeworfen wird.

Wenn alle Leser/-innen dieses Blogs dieses Jahr mal ein wenig umdenken würden, könnten wir damit sicher viel erreichen.

Was meint Ihr?

@Raubtigger: Die "Umweltberatung" gibt immer Tipps wie man einen relativ bequemen Lebensstil führen kann ohne die Umwelt zu sehr oder unnötig zu belasten. Manches tut weh, manches ist für mich eh schon selbstverständlich. Sie haben auch unter ihrem Namen "Vom Wissen zum Handeln!" stehen. Wenn du auf ihrer Seite "Christbaum" eingibst kommst du auf die oben angesprochene "Weihnachtsbauminformationsseite".
Ich würde dir den Newsletter empfehlen. Manchmal sind sehr interessante Artikel dabei. Ich bin mir sicher, dass man so manches auch auf Deutschland umlegen kann.

Übrigens: Bei uns werden jedes Jahr "Christbaumsammelstellen" eingerichtet. Die Bäume werden dann kompostiert. In Wien z.B. kann man sich bei den Sammelstellen kostenlosen Kompost abholen. Aber da kann Gabi vom "Wien-Blog" bestimmt viel besser Auskunft geben.

Zu den Karpfen kann ich aus österreichischer Sicht sagen, dass der traditionelle Weihnachtskarpfen aus österreichischer Bio-Zucht kommt und im eher armen Waldviertel so mancher Bauernfamilie das Überleben sichert.

Hallo Raubtigger,

ich kann deine "Weihnachts-Umwelt-Kritik" gut verstehen und finde, du sprichst viele Punkte an, über die man mal nachdenken sollte. Aber wie sieht Weihnachten bei dir ohne all das aus?

Bin gespannt!

Liebe Grüße
Monika

Hallo Monika,

http://www.thescottishsun.co.uk/scotsol/homepage/news/article1772463.ece

Hier findest du einen fast unglaublichen Artikel. Er hat zwar jetzt nichts mit Radio und Weihnachten zu tun, aber ich finde er passt trotzdem ganz gut in euren Blog.

Liebe Grüße - Trixi

Hallo Trixi,

kaum zu glauben. Und nach außen spricht Starbucks davon, "weiterhin Wasser einsparen zu wollen" (http://www.cafe-future.net/aktuell/news/pages/15906.html)

Aber super, dass das aufgekommen ist.

Liebe Grüße und danke dir für die Info
Monika

Hallo Monika,

arbeiten da nur die Mitarbeiter gemeinnützig oder auch die Chefs?

In Asien trafen wir einmal eine Führungskraft von Starbucks bei einem Seminar. Diese erzählte uns, dass die Kaffeemaschinen Spezialanfertigungen für den Konzern sind. Damit es in jeder Filiale gleich gut nach Kaffee duftet wird der Kaffee etwas "offener" vermahlen. Um die bestimmte Starbucksstimmung zu zaubern stösst die Maschine von Zeit zu Zeit eine Dampfwolke aus (was für den Kaffee gar nicht nötig wäre) usw.. Alle Punkte habe ich mir gar nicht gemerkt. Aber schon interessant, wenn so ein Manager geschwätzig wird, oder?

Wie immer, an manche Informationen kommt man nur durch Zufall. Liebe Grüße - Trixi

@ Monika

Unser Weihnachten ist sicher nicht weniger schön als das von anderen Leuten.

1. Braucht man einen Weihnachtsbaum?
Der Baum selbst ist doch eigentlich gar nicht wichtig. Es geht doch eher darum, Kugeln, Kerzen etc. hineinzuhängen. Aber Dekorieren geht doch auch ohne Baum. Lichterketten oder Lichtschläuche kann man ebenso gut um Zimmerpflanzen oder Bücherregale wickeln, Kerzen kann man auch so aufstellen, Kugeln und Engel auch so hinhängen.

2. Braucht man einen Weihnachtsbraten?
Den meisten Leuten ist das große Fressen an Weihnachten doch eher lästig, aber keiner traut sich, das zu sagen. Sonst ist doch die Mutti enttäuscht!
Aber man kann sich doch auch zum Kaffee treffen und Plätzchen oder Stolle naschen.
Und wenn es schon ein Abendessen sein soll, so kann das auch gern vegetarisch sein. *vor dem Aufschrei der Männer wegduck*

3. Aber man muss sich doch was schenken!
Muss man nicht. In der Bibel bekommt auch nur das Jesuskind etwas geschenkt, nicht noch Maria und Josef und der Esel und der Ochse. Man stelle sich vor, die heiligen drei Könige schenken sich gegenseitig was...
Bei uns werden an Weihnachten nur die Kinder beschenkt. Und auch da gibt es immer ein Preislimit. Und die Eltern werden vorher gefragt, was die Kinder sich wünschen oder was sie brauchen.
Überhaupt habe ich z.B. immer einen Wunschzettel (für Geburtstage), der schützt vor doppelten oder unerwünschten Dingen.
Und wenn sich Erwachsene was schenken, obwohl sie schon alles haben, dann gibt es doch auch tolle Dienstleistungen (Massagen, Friseur) oder Kulturveranstaltungen (Theater, Musikal, Konzert).

4. Aber so ganz ohne Verpackung?
Man kann die Geschenke ja verpacken. Ich benutze (wie schon an anderer Stelle erwähnt) Kalenderblätter und alte Poster. Oder Säckchen aus Stoff, die man danach für andere Sachen (z.B. als Schuhbeutel auf Reisen) oder wieder für Geschenke benutzen kann.

Hallo Raubtigger,

vielen Dank für die schönen Ideen. Da feierst du offensichtlich auch mit Leuten Weihnachten, die eine ähnliche Einstellung haben wie du.

Nachdem ich jahrelang mit meiner Bitte "Lasst uns Weihnachten nichts schenken" gegen die Wand gelaufen bin, habe ich mittlerweile aufgegeben. Und ohne Baum zu feiern, kann sich in meiner Familie auch niemand vorstellen.

Liebe Grüße
Monika


@ Monika

Die eierlegende Woll-Milch-Sau gibt es leider nur selten.
Aber Du könntest ja wenigstens einen Wunschzettel schreiben und konsequent Geschenke zurückgeben, die Du nicht haben willst. Das ist nicht leicht, aber wenn man es nett formuliert, geht das! Schließlich dienen Geschenke dazu, den Beschenkten glücklich zu machen, nicht den Schenkenden.

Noch etwas zum Thema Weihnachtsbaum hatte ich ganz vergessen: Früher hatte man in Deutschland keine Weihnachtsbäume, sondern Weihnachtspyramiden. Ihr kennt sie sicher, diese Holzgestelle mit einem Flügelrad oben, das sich durch die aufsteigende Wärme von Kerzen dreht und damit mehrere Plattformen antreibt, auf denen Engel, Maria, Josef, die Krippe usw. stehen.

Der Weihnachtsbaum war in Deutschland erst im 18. Jahrhundert so richtig verbreitet, während es die Weihnachtspyramide schon im Mittelalter gab, wenn auch unter anderem Namen.

Also Leute, kauft für Eure Familie lieber eine schöne Weihnachtspyramide, die Ihr jedes Jahr wiederverwendet. Da gibt es auch Kerzen, Figuren und Glitzerschmuck zum Bestaunen. Und wenn man so eine Pyramide zusammenbastelt, hat man genauso viel Spaß wie früher beim Schmücken des Weihnachtsbaumes.

Wer Angst vor echten Kerzen hat, kann sich ja eine elektrische Pyramide kaufen. Da leuchten dann elektrische Kerzen und die Drehung der Plattformen kommt vom Elektromotor.

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