New York Report

Karin Grobelnik (34) hat eine Greencard gewonnen - und lebt seitdem in New York.

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Die New Yorker und ihr Weihnachtsbaum

Seit gut zwei Wochen erstrahlt er wieder in seiner Pracht... der Weihnachtsbaum am Rockefeller Center!

 Der Weihnachtsbaum dort hat eine lange Tradition...

schon seit 1931 wird er jedes Jahr aufgestellt und ist immer mindestens 23 Meter hoch.  Schon Monate vorher wird der Baum ausgesucht... von einigen Wochen kam im Fernsehen ein Bericht davon, wie der Weihnachtsbaum-Beauftragte mit dem Hubschrauber die umliegenden Bundesstaaten abfliegt auf der Suche nach dem richtigen Baum. Hat er ihn dann gefunden wird er geschlagen und in die Stadt transportiert. Nach Aufstellen und Schmücken, ist dann kurz nach Thanksgiving das grosse "Tree Lightning".

Das ist ein Ereignis... das ich versuche so gut wie möglich zu meiden... ab nachmitags werden die umliegenden Strassen gesperrt und die Polizei ist im Grosseinsatz um die Menschenmassen zu organisieren und an der richtigen Stelle über die Strassen zu lotsen.

Für die, die in der Nähe arbeiten (wie ich) ist das grosse Ereigniss eher lästig.... die Busse fahren nicht wie sonst, die U-Bahn ist gepackt voll und in den Strassen schieben sich die Menschenmassen und man hat grosse Mühe sich durch die Reihen von Menschen zu wühlen. Das sind die Momente in denen ich mir New York ohne all die Touristen wünsche.

Meine Eltern, die mit Freunden zu Besuch waren, haben sich den Baum am nächsten Morgen aus der sicheren Höhe eines Busses angeschaut... und auch mich zieht es dort hin, aber erst nachdem sich der ganze Trubel gelegt hat. Irgendwie gehört das zu Weihnachten dazu. Der ganze Rockefeller Plaza hat eine gewisse Magie... die Eislaufbahn, die im Wind wehenden Fahnen und natürlich der dem Blitzlichtgewitter trotzende Baum. Es ist immer wieder schön den Kopf in den Nacken zu legen und staunend zu dem grossen Stern hochzuschauen mit dem Gefühl, dass bald Weihnachten ist. Und dann fällt mir wieder ein, dass ja noch so viel Weihnachtsshopping zu tun ist und ich eile rüber zur 5th Avenue und zu den nächsten Menschenmassen!

 

Anbei 2 Fotos ... eines aus der Zeit unmittelbar vor der grossen Erleuchtung und eines, dass die Freunde meiner Eltern extra für diesen Blog geschossen haben. An dieser Stelle ganz offiziell – Dankeschön!!

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Kommentare

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So sehr manch einer Weihnachten und das ganze, kitschige drumherum auch verdammt ... so sehr wird es einem auch wieder warm ums Herz wenn man einen hell erleuchteten Weihnachtsbaum sieht und die Kinderaugen die sich an dem Spektakel erfreuen. Wenn ich manchmal die Bilder aus New York sehe denke ich mir innerlich: "Was ein Kitsch" aber wenn ich dann nach Dortmund, mitten im Pott fahre um einen riesigen Tannenbaum zu sehen, dann merk auch ich wieder ... Ich steh wohl doch auf diesen Kitsch! Frohes Fest!

Ich war noch nie an dem Baum am Rockefeller Center. Mir ist das zu touristig. Offenbar erreichen gewisse Dinge ja auch die deutschen Medien. Meine Mutter immer: "Oh, wart ihr an dem Riesen-Weihnachtsbaum!?!" "Wart ihr an Silvester am TIMES SQUARE!?!" Nein, und nein. Das ist fuer Touristen und Langzeiturlauber (Langzeiturlauber = die, die mal ein paar Jahre hier verbringen, aber in Wirklichkeit woanders wohnen, und von vornherein wissen, dass sie nicht bleiben werden), echte New Yorker halten sich von diesen Sachen fern, je ferner umso besser. Und wenn ich Schlittschuh laufen will, gehe ich zum vollkommen unspektakulaeren Lasker Rink im noerdlichen Teil des Central Parks. Wo man ohne Publikum von Touristen auch mal herumstolpern kann. Schlittschuhlaufen im Rockefeller Center? Da braechten mich keine zehn Pferde dazu.

PS. Kleines Gestaendnis: Mein allererstes Jahr in NY hab ich auch das ganze Touristige mitgemacht (hurra, ich bin in New York, ich bin so cool!). Das volle Programm: Macy's Parade an Thanksgiving, Feuerwerk auf dem East River am 4. Juli, und natuerlich Silvester im Times Square. Das war das Jahr, wo ich mysterioeserweise feststellte, dass mir Menschenmassen gar nicht liegen. Zumindest *organisierte* Menschenmassen, die wie Vieh innerhalb blauer Polizei-Barrikaden vorangetrieben werden, und wehe dem, der es wagt, aus der Reihe zu tanzen. Deshalb bin ich jetzt auch von allem, wo Touristen hingehen, permanent geheilt. Zum Glueck gibt es auch noch andere Seiten von New York. Die sind nicht so bekannt. Und selbst wenn sie mal bekannt wuerden, wuerden sich Touristen an diese Oertchen eh nicht hintrauen. Man kann hoffen, dass das so bleibt...

Abgehaerteter Gruss aus dem Big Aeppel,
hsm

Was für ein schöner Blog Bericht Karin... da kommen gleich wieder Erinnerungen an meine New York Reise vor drei Wochen hoch! Ich habe den Baum übrigens so wie auf dem 1. Foto gesehen - im Aufbau - war trotzdem schön! Das Jahr zuvor durfte ich ihn bereits strahlend schön geschmückt erleben :)

Liebe Weihnachtsgrüße aus Hamburg zum Big Apple

Natalie - Wohnshopper

Also ich finde den Weihnachtsbaum am Times Square toll. Ich glaube auch nicht, dass nur Touristen sind, die dem Anschalten der Lichter beiwohnen. Aber das ist ja eigentlich auch egal, wer da ist. Es sieht einfach super aus und so viele Städte in der Welt versuchen, dieses Ereignis zu kopieren. Aber New York ist nun mal eben New York. Schöne Feiertage auf diesem Weg!

Wirklich schöner Bericht! Ich war letztes Jahr im September in New York, doch wenn ich das hier so lese möchte ich auch gerne mal über Weihnachten in den Big Apple...

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