New York Report

Karin Grobelnik (34) hat eine Greencard gewonnen - und lebt seitdem in New York.

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Auf der Suche nach essbarem Brot

Als ich vor ca. 4 Jahren hier ankam, habe ich jeden Morgen etwas anderes gefrühstückt - Toast, English Muffins, Muffins, Scones, Raisin Bread... doch nach einiger Zeit wird das langweilig, weil alle die gleich luftige und weiche Konsistenz haben. Da hilft auch Toasten nichts... im schlechtesten Fall kommen Briketts dabei heraus.


Man bekommt hier fast alles, doch wirklich gutes Brot zu finden ist schwer. Denn selbst wenn ein Whole Wheat, also "ganzer Weizen" braun aussieht, ist es trotzem noch sehr komprimierbar und eigentlich nur braun gefärbter Toast. Ganz interessant sind die Brote mit Nüssen oder Rosinen, doch Schinken und Salami schmecken damit nicht wirklich gut.

Nachdem ich mich im Supermarkt durch alle Arten Whole Wheat und Five Grain Brote durch probiert und getastet habe und alles doch dem Ausgangstoast gleich war, habe ich es bei den verschiedenen kleinen Baeckereien hier probiert... schon besser, zumindest haben sie eine Kruste, doch innen ist immer noch viel Luft und mit dem Vollkornbrot von zu Hause nicht verwandt. Und ausserdem wissen die Bäckereien um ihr relativ gutes Brot und verlangen horrende Preise, bis zu $10 für einen kleinen Laib.

Ich frage mich woran das liegt - die Amerikaner essen doch auch Brot und Sandwiches. Haben die alle schlechte Zähne oder ist es einfach nur das Nichtwissen um ein richtig gutes Körnerbrot? Oder die Tatsache, dass morgens mehr Cereals, also Cornflakes und Co, gegessen werden? Habe das auch versucht, doch nach einer großen Schlüssel Knusperflakes meldet sich 2 Stunden später der Hunger wieder und an Müsliriegel oder power bars, die dank beigemischten Super-Proteinen lange vorhalten, habe ich mich noch nicht gewöhnen können.

Deshalb habe ich in den letzten Jahren zu Hause nicht immer nur jede Menge Brot und Brezeln verdrückt, sondern auch immer einen Laib im Koffer mitgebracht - ist sogar erlaubt wie ich nach langem Suchen auf der Webseite der INS (Immigration and Naturalization Service - das sind die, die an den Gepäckbändern am Flughafen die Beagels in ihren netten Mäntelchen herumführen) entdeckt habe. Doch das hält immer nur ein paar Tage vor und dann steht man wieder vor der Brotfrage. Seit Mai hat sich das geaendert, denn wir haben nun eine Brotmaschine. Ok, sie ist fuer unsere kleine Küche immer noch viel zu groß und ja auch "so New Jersey" = uncool, aber sie backt mindestens einmal die Woche frisches, leckeres, körniges Brot!

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