Aoraki heisst "Wolkenaufspießer" - Reisetag 23
Nach einem kurzen Frühstück im Hotel ging es heute in den Mount Cook National-Park. Aber erst nach einem kurzen Stopp, der der Vorbereitung des Abendessens gewidmet war. Da es heute Abend Lachs a la Plancha (vom Grill) gibt, machten wir kurz an einer Lachsfarm halt. Hier durften wir die Tierchen dann ein bisschen anfüttern und nahmen deren kürzlich auf gewaltsame Art und Weise zu Tode gekommenen Artgenossen in Empfang. Hier kann Frau dann auch einmal zeigen, was ihr so alles an den Haken geht.
Nach dieser kurzen modernen Variante des Jagens ging es dann weiter zum Aoraki Mount Cook National Park. Der Mount Cook ist mit 3.674 m der höchste Berg Neuseelands und bekam seinen Namen natürlich zu Ehren von James Cook. In der Sprache der Maori wird er als "' Wolkenaufspießer" bezeichnet und gilt als heiliger Berg. Aus diesem Grund kann er zwar bestiegen werden, doch werden Bergsteiger gebeten, die Felsen auf dem Gipfel zu meiden. Im Jahr 1986 wurde der Mount Cook zum Weltnaturerbe der Unesco ernannt. Erstmalig bezwungen wurde der Aoraki Mount Cook im Jahr 1894. Noch heute erinnert aber das "Alpine Memorial" am Fusse des Berges an alle die, die den Aufstieg nicht überlebten. Natürlich kann man jetzt sagen: "Wer sich in Gefahr begibt....", aber wenn man die vielen Namen liest (auf dem Foto ist nur eine Seite des Würfels abgebildet) und sieht wie jung die Verunglückten teilweise waren, ist das schon sehr traurig...
Das Memorial bildete den Ausgangspunkt zu unser Wanderung am"Hookers Lake". Der "Hookers Valley Track" erstreckt sich über rund 9 km, wobei ein Anstieg von 200 m zu bewältigen ist. Für den Hin- und Rückweg kann man rund vier Stunden einplanen, wobei die Strecke zwar unwegsam ist, aber durchaus auch mit knöchelhohen Turnschuhen (oder überhaupt festen Schuhen) begangen werden kann.
Hier kann man dann den Mount Cook in seiner ganzen Pracht erleben:
Der Weg endet am "Hookers Lake" der aufgrund diverser Abgänge von Eislawinen mit Eisschollen übersäht war und die ansprechende Temperatur von rund 2 Grad Celsius aufwies. Überhaupt hört man im Tal immer wieder das Brechen der Eisfelder oder die Abgänge von Lawinen, was für eine eigenartige Geräuschkullisse sorgt, den häufig hängt ein Grollen und Donnern in der Luft.
Nach dem Rundweg wanderten wir noch zum Aoraki Village Center und hier konnte man sich dann schon teilweise wie in der Provence (oder so - ich war noch nie da) wähnen.
Nach der obligatorischen Tee- und/oder Törtchenpause ging es dann Richtung Camp. Aber auch hier versäumten wir dann nicht den wundervollen Stopp am Lake Pukaki mit Blick auf den Aoraki.
Nach diesem letzten Programmpunkt bezogen wir unser Camp im "Tekapo Holiday Park" und diese Unterbringung war schon - hüstel - etwas eigenwillig. Die Cabins waren ziemlich abgewohnt, was uns ja mittlerweile nicht mehr viel ausmacht, aber dazu kam, dass die durchgelegenen Betten auch noch bei jeder Bewegung quietschten. Einmal umgedreht und damit das halbe Camp aufgeweckt!! Für eine Hochzeitsreise ist dieser Laden auf gar keinen Fall zu empfehlen! Aber das mit dem Quietschen sollten wir auch erst nach dem phantastischen Abendessen herausfinden, das Hans-Werner kredenzte: Es gab in der Folie gebratenen Lachs mit Ofenkartoffeln und Salaten. An dieser Stelle noch einmal ein besonderes Lob an die Hans-Werner'sche Küche.
Und dann wandten wir uns dem maßgeblichen Punkt des Abends zu: Den Getränken. Jutta gab einen auf ihre neue Omma-Rolle aus, Stefan - der uns früher verlässt - auf seinen frühen Abschied und ich auf meinen nahenden Geburtstag von dem das Team aber nichts mehr hat, da ich dann schon im Flieger bin und wir zwischen den Datumsgrenzen hängen. Hier noch ein Wort zu unserem youngster Stefan: Ständiger Mitvorbereiter des Frühstücks (hier ist natürlich auch Matthias Zwo nicht zu vergessen, der sich ebenso verdient machte), Schnitzer von Tomatenröschen und Gurkenzapfen, unaufgeforderter Kofferträger, Wagenbelader und -Auslader, Bereithalter von Brillenputztüchern, Aloe-Vera-Sprays, Sunblockern und noch vielem mehr. Dazu auch noch ein richtig Netter! Stefan reist schon am Freitag weiter nach Australien, denn das hängt er noch hinten dran und ihn begleiten alle unsere guten Wünsche! Und ein großer, großer Dank für absoluten Teamgeist!!!!
Liebe Sabine,
traumhaft, einfach traumhaft diese Bilder. Und Matthias mal nicht so ernst sondern gen Himmel lachend !?
Herzlich gelacht habe ich ja über den Quietschkomfort des Camps.
Aber da müßte dann Wikinger als Veranstalter den Anbietern der Camps mal auf die Füße treten. Ich meine, einem geschenkten Barsch schaut man ja nicht in den Mors, aber hätte man gutes Geld dafür hinlegen müssen, sind solche Sachen ja wohl nicht witzig.... Kann ja alles einfach gestrickt sein, aber durchgelegene Matratzen müssen ja wohl nicht sein...
Ich blick das nicht so genau, wann die Reise zu Ende ist. Wann ist der letzte Tag in Neuseeland?
Liebe Grüße
Martina
Kommentiert von:Merjinka | Freitag, 20. Februar 2009, 11:44 Uhr