Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn' - Tongarino National-Park - der 09. Tag
"Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden,
Ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden
Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn."
Heute ging es auf die große Wanderung durch den Tongarino-National Park. Matthias und ich wurden um 8.00 Uhr am Hotel abgeholt und dann ging es los zum "Drop-off-Point".
Die Wanderung an sich begann dann mit einem netten "Warm-Up", auf relativ gerader Strecke, von dem aber bis zum höchsten Punkt rund 900 Meter Höhenunterschied zu bewältigen waren. Insgesamt war für die Strecke von rund 19 km ein Zeitaufwand von rund 7 bis 8 Stunden vorgesehen.
Da in dem Vorgeplänkel, das uns unsere Tour-Leiterin zur Erläuterung vorweg stellte, so einiges von "Verletzungen, Notfällen" und dem "Point of no return" zur Sprache kam, sah ich der ganzen Sache mit einer gewissen Besorgnis entgegen. Ich muss ja ehrlich auch sagen, dass das Wandern nie so wirklich eine meiner Ambitionen gewesen ist, aber was tut man nicht alles so mal im Urlaub?
Immerhin, die Geschichte gestaltete sich doch anfangs etwas leichter als gedacht. Die Wege waren gut ausgebaut und immer wieder mit Treppen durchsetzt, was den Aufstieg erleichterte und nebenher auch einen strammen Po macht, aber das nur am Rande.
Ab dem "South Crater" zog allerdings der Anspruch doch schon etwas an und die Strecke ging über schmale mit Steinen durchsetzte Pfade, bei denen man sich schon etwas Mühe geben musste. Dafür entschädigte allerdings die atemberaubende Aussicht.
Zwar hatten sich die Gipfel des Mont Tongarino und des Ngauruhoe verschämt mit einer Wolkendecke verhüllt, aber allein der "Red Crater" bot ein gigantisches Bild. Problematisch war hier lediglich, dass die Piste auf der Kraterseite unvermittelt steil bergab fiel und es doch ganz schön windete. Matthias hat per se seine Schwierigkeiten mit Höhe, aber diesmal stand ich ihm in nichts nach. Mir war auch ganz schön mulmig.
Der "Red Crater" bildete dann auch den höchsten Punkt des Aufstiegs und von da ging es dann über eine Geröllpiste zu dem "Emerald Lake" herab. Ich kann aber mit Stolz sagen, dass wir zu den wenigen gehören, die sich hier nicht auf den Hosenboden gesetzt haben. Unten angekommen mussten wir allerdings erst einmal den veritablen Steingarten aus unseren Schuhen entfernen. Dann ging es langsam weiter an den Abstieg, der sich zum Schluss zog und zog und zog. Matthias wanderte unverdrossen und heiter vor mir her - ich schlurfte verdrossen und muffelig hinterher und hatte die Faxen dicke. Endlich, endlich erreichten wir dann den Pick-Up Point und nachdem uns der alte Bus aufgelesen hatte, konnte man wieder sehen wie sich das alte Sprichwort "Besser schlecht gefahren, als gut gelaufen" bewahrheitete.
Eine kleine Randnotiz noch zu Angewohnheiten: Heute ertappte ich mich schon dabei, dass ich beim Schreiben meiner Postkarten die Umlaute mit "ue" und "ae" bildete. (Anmerkung: Das war, bevor ich die Texte nach meiner Heimkehr um - hoffentlich - alle "ae" und "ue" bereinigte...)


Liebe Sabine,
an und fuer sich muesstest Du mich sehen. Ich bin naemlich gruen vor Neid. Du hast mir die Reise so einfach vor der Nase weggeschnappt. Ich wollte sie sooooo gerne gewinnen.....
Nein, ich wuensche Dir schoene Tage in Neuseeland.... Von ganzem Herzen.
Erst heute stiess ich hier auf Deinen Blog, war ich doch der Meinung, die Reise wuerde erst spaeter starten...
So habe ich heute alle Deine Berichte lesen - und werde schon wieder zum Chamaeleon.... naemlich gruen.
Du schreibst sehr lustig und das gefaellt mir gut. Mach weiter so, ich freue mich auf den naechsten Blogeintrag.
Merjinka aus Hamburg....
Kommentiert von:Merjinka | Samstag, 7. Februar 2009, 0:25 Uhr
Liebe Merjinka,
Dankeschoen, dass dir mein Geschreibsel dann trotz der Chamaeleonfarbe gefaellt. Aber du hast recht - die Reise sollte eigentlich im Februar starten, wurde dann aber vorverlegt.
Aber zu der Reise - bisher hatte ich auch noch nie etwas gewonnen. Und daher war das eine Riesenueberraschung.
Ich danke dir aber von ganzem Herzen fuer deine guten Wuensche und sag" dann einfach mal , bis die Tage. Ganz viele Gruesse - die Sabine.
Kommentiert von:sabine | Samstag, 7. Februar 2009, 7:35 Uhr
Hallo Kiwi-Bini,
immer wieder erfrischend deine Erlebnisse zu lesen, nur du musst doch schon ganz wunde Fingerkuppeln haben vom ganzen Schreiben ;-) Genieß weiter die tolle Tour, waehrend ich meistens Winterschlaf halte - nur morgen unterbrochen von der Stunksitzung. Freu mich, wenn du wieder da bist und das ganze im O-Ton verzaellst.
Dicke Umarmung aus heimatlichen Gefilde
Elke
Kommentiert von:Elke aus Koelle | Samstag, 7. Februar 2009, 12:30 Uhr
Hola Opossum-Elki (Obwohl man die hier eigentlich nicht mag....),
dankeschoen fuer die Gruesse und dir ganz viel Spass auffe Stunksitzung! Ein dreifaches Koelle-Alaaf und dann bis ganz bald!!
Kuss
die Bine
Kommentiert von:Sabine | Sonntag, 8. Februar 2009, 7:41 Uhr
Liebe Sabine,
Du darfst Dich glücklich schätzen, die Seen gesehn zu haben.
Wir haben die Wanderung komplett im Nebel durchgeführt, und nur durch Steinwerfen und Lauschen auf das ins Wasser Platschen unserem Wanderführer geglaubt, dass es da wirklich smaragdgrüne Seen gibt...
Beim Gipfelaufstieg auf den Vulkan haben wir irgendwann beschlossen, das das der höchste Punkt ist und wir jetzt wieder umdrehen können!
Das ist allerdings auch schon 14 Jahre her (deshalb hätte ich die Reise ja auch gerne an Deiner Stelle gewonnen!!)...
Viele Grüße
Suse
Kommentiert von:Suse aus Dresden | Freitag, 6. März 2009, 16:10 Uhr
Liebe Suse,
ja mit dem Wetter hatten wir insgesamt ziemlich viel Glück. Aber auch das Massiv präsentierte sich ziemlich Wolkenverhangen, so dass wir uns den eigentlichen Aufstieg zum Gipfel (der ja vom Wanderweg abzweigte und nochmal ein ordentliches Stück gewesen wäre) mangels Sicht verkniffen haben.
Aber immerhin - die andere Wanderung war ja schon toll. Und ziemlich anstrengend...
Dir dann ganz viele Grüße
Sabine aus Köln
Kommentiert von:Sabine | Freitag, 6. März 2009, 16:54 Uhr