Mein Leben mit MS

Vor einigen Jahren bekam Birgit Bauer die Diagnose Multiple Sklerose. Im Blog berichtet sie, wie die Krankheit ihren Alltag verändert.

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Zwischen den Zeilen

Gestern schrieb ich in mein Tagebuch folgenden Satz, der mir heute noch hinterherläuft:

Manchmal, wenn man zwischen den Zeilen des eigenen Lebens liest, findet man Lösungen, mit denen man gar nicht gerechnet hat.

Ich war inspiriert vom Film "Up in the Air", den ich ja eigentlich nur wegen der Flugbegleiter sehen wollte ... grins ... eine Leserin lacht jetzt bestimmt und wer es nicht versteht, der liest bitte die Kommentare zum Beitrag vorher!

Zurück zu meiner Inspiration:  Wenn man eines in dem Film kann, dann zwischen den Zeilen zu lesen. Und zwar zwischen den Zeilen eines Lebens, man erkennt die Konflikte und sieht die Lösungen und es dauert etwas, bis der Protagonist, also Ryan, erkennt, was eigentlich wichtig ist, wo sein Weg sein kann.

Zwischen meinen Zeilen zu lesen ist etwas, das ich eigentlich gerne mache, aber in der letzten Zeit etwas vernachlässigt habe.

Und so las ich gestern, angeregt durch den Film, zwischen meinen Zeilen. Ich war erstaunt über das, was ich da lesen konnte und wie schnell sich das ein oder andere Problem in Luft auflöste. Einfach so.

Auf einmal wurde mir klar, warum ich einen Menschen nicht sofort loslassen konnte, sondern einen letzten intensiven Tritt von diesem Menschen brauchte, um zu verstehen, was da vor sich ging. Ich entdeckte, was ich tun musste, um etwas, das ich schon lange erreichen möchte, endlich zu schaffen.

Bevor ich ins Bett ging schrieb ich:

Und manchmal, wenn man zwischen den Zeilen liest, bemerkt man plötzlich, wohin der Weg geht und was man falsch machte. Und dann ist alles ganz klar.

Mir wurde klar, dass ich wieder mehr zwischen meinen Zeilen des Lebens lesen muss, um auf meinem Weg zu bleiben und zu sehen, wohin ich so latsche.

Fand ich gut!

Liebe Grüße

Birgit

 

 

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Kommentare

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Liebe Birgit,
ich kommentiere mal einen bereits "alten" Beitrag, du bist zu schnell für mich... du schreibst quasi täglich... puh! Schnauf!
Ich lese eigentlich alles von dir, aber oft sind mir deine Beiträge zu insidermäßig, sozusagen "zwischen den Zeilen" versteckt, fast abstrakt, ich verstehe gar nicht, um was es geht. Dein heutiger Kommunikationstext ist ein bisschen anschaulicher. Ich kann verstehen, dass du dich nicht total exhibitionieren möchtest, aber mir fehlt ein bisschen was Konkretes, von Zeit zu Zeit.
Nix für ungut, du machst das wie du willst, klar, ich will auch nicht Herrn Zweifel eiligst aus der Eifel angerannt kommen sehen, der dich als Folgeerscheinung Kaffeetassen fallen lässt... nur so ein kleiner Kommentar am, Rande...
einen starken Tag für dich!
Christiane

Liebe Christiane,

vielen Dank für deine Konstruktivität. Ich weiß sie zu schätzen und werde mir einfach mal vornehmen, konkreter zu werden, wenn es geht. ;-) Herr Zweifel aus der Eifel ist da nicht auf dem Plan, das ist ihm zu harmlos ... grins ...

Ich glaube, manchmal verliert man ein wenig den Blick dafür. Frau wird betriebsblind. Ich finds gut, wenn man es dann las "Randnotiz" auf eine nette Art gesagt kriegt, dann kann Frau was tun.

Und das ist gut so. Und jeden Tag? Im Moment eher nicht. Derzeit passiert so viel, dass mir manchmal die Puste ausgeht und ich pausieren muss, aber auch das ist gut so, es erinnert mich daran, dass es eben doch anders ist, als ich manchmal so annehme und sagt mir, dass ich auf mich aufpassen muss.

Übrigens bringst du mich grad auf einen neuen Beitrag ... lach ...

Liebe Grüße und ebenfalls einen starken Tag für dich und viel Sonne!

Birgit

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