Mein Leben mit MS

Vor einigen Jahren bekam Birgit Bauer die Diagnose Multiple Sklerose. Im Blog berichtet sie, wie die Krankheit ihren Alltag verändert.

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« Februar 2010 .:Start:. April 2010 »

Warum?

Ok, ich gebe zu, ich habe mich die letzten Tage rar gemacht. Aber es war so viel los, dass ich mir meine Power gut einteilen musste und auf das ein oder andere verzichtete.

Was ich aber heute habe ist die Frage nach dem "Warum"? Wie beantwortet man die wohl am besten?

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Ausmisten ...

Wie ich schon mal berichtete, habe ich vor einigen Wochen damit begonnen, auszumisten. Und zwar richtig, will heißen, ich verabschiede mich nicht nur Menschen, die mir nicht gut tun, sondern auch von Dingen wie Klamotten, Möbeln oder Geschirrüberresten. Heute ist mir bei einem akuten "Ausmistanfall" etwas aufgefallen ...

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Miteinander reden ...

Wenn man miteinander redet, kommuniziert man. Man könnte also annehmen, dass man, wenn man etwas zu einer anderen Person sagt, diese zuhört und wahrnimmt, was man sagt.

Dass Kommunikation oft ganz anders sein kann, nämlich trotz der Rederei nicht stattfindet, weil einer nicht vernünftig zuhört, weil er im Geiste schon ganz woanders ist, kann ärgerlich werden.  

Wenn ein Gespräch so abläuft, dass der eine spricht, der andere woanders denkt, dann passieren Mißverständnise, es entstehen Konflikte und die Konsequenz ist eine unschöne Diskussion oder eine, wie in meinem Fall, umsonst getane Arbeit, deren "Herstellerin" (Ich!) am Ende angsäuert darüber ist, dass Kommunikation und Information praktisch nicht stattfanden und sie so in die Irre lief und quasi umsonst gearbeitet hat.

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Fräulein Trullas Kommentar zur Woche!

Verehrte Leserinnen und Leser!

Ich kann ja verstehen, dass Sie mich nicht verstehen, aber die Bauer ist wirklich gemein zu mir.

Gestern wollte sie mich auf eine Südamerikareise schicken. Sechs Wochen mit einem Herrn allein auf Reisen. Wie es kam?

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Zwischen den Zeilen

Gestern schrieb ich in mein Tagebuch folgenden Satz, der mir heute noch hinterherläuft:

Manchmal, wenn man zwischen den Zeilen des eigenen Lebens liest, findet man Lösungen, mit denen man gar nicht gerechnet hat.

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Der Wert des Lebens ...

Vor einigen Tagen traf ich in einem Wartezimmer auf eine MS Patientin. Ein wenig jünger als ich und sie hatte, wie ich glaube, Herrn Zweifel aus der Eifel zu Besuch. Sie erkannte es nur nicht wirklich und fragte mich, was denn ihr Leben jetzt noch wert sei.

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Fräulein Trullas Kommentar zur Woche!

Liebe Leserinnen und Leser,

Sie sehen mich zerknirscht. Und traurig. Wieso? Herr von Zweifel aus der Eifel, Sie wissen schon, der charmante Herr im Agentenoutfit hat mich verlassen.

Stieg in ein Taxi und fuhr ab. Sagte: "Ach mein liebes Fräulein, Amore, ich kann nicht verweilen, meine Pflicht ruft!" und weg war er.

Dabei haben wir uns gerade angenähert.

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Ringkämpfe

Es gibt Menschen, mit denen fühlt sich ein Dialog oder auch die Kommunikation an wie ein Ringkampf. Es scheit, als stünden sie, sobald man eine Botschaft übermitteln will, kampfbereit auf der Matte und schon gehts los.

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Das mit dem Sport ...

Ich konnte es ja selbst fast nicht glauben, dass ich irgendwann nochmal beschließe, dass Sport richtig gut ist und Spaß macht! Als ich die Diagnose bekam, war ich gar nicht so unsportlich. Mein Problem war nur, dass das, was ich machte, nämlich schnelle, mitreißende Aerobicstunden mit lauter Musik und schnellen Bewegungen, nicht mehr ging.

Eigentlich war ich die ganze Zeit ein wenig traurig darüber, das, was mir soviel Spaß machte, nicht mehr tun zu können.

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Der Mitleidstsunami!

Da war er wieder, der Mitleidstsunami. Schwappte einfach so daher, überrollte mich mit seiner Flut und begrub meinen Geist für einige Sekunden unter seiner feuchtschleimigen Wucht. Und das nur, weil ich gestern ein wenig schlechter zu Fuß war als sonst und schlampig meinen linken Fuß schlurfen ließ.

Dieser Sturm, der da über mir brauste wollte gestillt werden, schrie nach Trost und verpackte ihn in Mitleid. Etwas, das schon lange nicht mehr passierte und mich, wie ich feststellte, nach wie vor auf die Palme bringt.

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