Fräulein Trullas Kommentar zur Woche!
Liebe Leserinnen und Leser,
Sie sehen mich zerknirscht. Und traurig. Wieso? Herr von Zweifel aus der Eifel, Sie wissen schon, der charmante Herr im Agentenoutfit hat mich verlassen.
Stieg in ein Taxi und fuhr ab. Sagte: "Ach mein liebes Fräulein, Amore, ich kann nicht verweilen, meine Pflicht ruft!" und weg war er.
Dabei haben wir uns gerade angenähert.
Wir waren gerade dabei, unsere Leidenschaft für die Operette zu teilen und ich hatte mir sogar ein gutes Kostüm gekauft. Eines in schwarz, mit Glitzerbrosche am Revers und einem Blüschen mit einer sehr feinen Spitze am Krägelchen und einem kleinen, transparenten Einsatz im Dekollete. Normal nicht mein Fall, aber Herr von Zweifel war der Meinung, es wäre eine wunderbare Bluse und würde mich noch schöner machen.
Und jetzt ist er weg, die Bauer hockt mich immer auf das klapprige Bankteil vor dem Haus und selbst der Kater mag mich nicht mehr.
Ich bin wirklich so einsam. Es grämt mich auch, dass ich nicht auf Frau Suse hörte. Das Leben ist gemein und der Bauer kann ich auch nicht an. Die ist ein Energiebündel und schleift mich neuerdings zu ganz komischen Veranstaltungen, über die sie dann berichtet. Und ich muss immer mit. Wissen Sie, wie anstrengend das ist?
Diese Woche schaffte ich es, ihr ein wenig Schmerzen zu bereiten und sie ein wenig zu ermüden, aber selbst das hilft nur für den Moment. Meine Mentorin, Fräulein Trullina von Fatigue schrieb mir in einer Mail, ich solle hart durchgreifen, was ich auch versuchte. Aber die Bauer ist stärker. Und gemein ist die. Flirtet mit ihrer neuen Freundin, Frau Glaubandich, und redet lange mit ihr und hat Einsichten, die mir gar nicht gefallen.
Außerdem komme ich nicht mehr hinterher, die Bauer hat sich ihren Tag neu eingeteilt und hat ein System, das sie effinzienter sein lässt und mehr Freiraum für Erholung bietet. Noch gemeiner, weil ich so meine Chancen schwinden sehe.
Ach bitte, ich bin verzweifelt. Kein Freund ist hier, ich bin so allein. Keiner mag mich.
Ihr trauriges Fräulein Trulla, das jetzt ganz erschöpft ins Wochenende geht und auf die nächste Woche hofft, um der Bauer doch noch was anzuhängen!
schmunzel, weiter so Bauer..............
lächle auch wenns zum heulen ist, denn das Lächeln siegt!
dir ein ruhiges Wochenende
Uschi
Kommentiert von:uschi | Freitag, 12. März 2010, 21:42 Uhr
Sehr geehrte Frau Uschi,
es ist ja schön, dass Sie die Bauer so unterstützen, aber ich hätte in dieser Woche auch ein wenig Zuspruch verdient. Immer bekommt die Bauer alles ab und ich?
Ich muss sehen, wo ich bleibe ....
Ich benötige dringend einen Aufenthalt im Sanatorium ...
Fräulein Trulla
Kommentiert von:Fräulein Trulla | Sonntag, 14. März 2010, 13:00 Uhr
ach ... grämen sie sich nicht liebstes fräulein trulla. nicht wegen dem herrn von zweifel aus der eifel, der so rasch wieder weg ist wie er auftaucht. nur seien sie in zukunft ein bischen vorsichtiger und vielleicht sollten sie nochmals die lektion in ihrem handbuch für höhere trullas nachlesen. ich hab so das gefühl, das sie seinerzeit gefehlt haben, als u.a. herr von zweifel aus der eifel und seine machenschaften durchgenommen wurden.
würde es sie trösten wenn ich ihnen berichte, das ich die frau bloggefluester ausgeknockt hab? nein, nein - kein schub, das wäre zu einfach. nein, ich hab kräftig an ihren eh schon vorhandenen einschränkungen gearbeitet und mich mal sehr lautstarkt zu wort gemeldet. ich will jetzt nicht sagen, das sie mich seit wochen ignoriert hat aber ich hatte einen sehr guten erfolg mit meinem ziel, ihre gehfähigkeit weiter einzuschränken. leider fand ihre ergotherapeutin das nicht so gut und nahm ihr das versprechen ab, sich mit dem herrn neuro kurzzuschließen.
hach, fräulein trulla, sie ahnen es vielleicht, er schoß scharf - aber auch er hat mich unterschätzt. hab ich mich doch mit dem herrn von und zu korti von son verbündet und ihn überredet, mal mit ein paar nebenwirkungen aufzufahren. sehr erfolgreich übrigens. soviel ruhe hatte ich die letzten jahre nicht mehr, ich könnte mich dran gewöhnen, auch wenn das sofa nicht das gemütlichste ist.
leider setzte der herr neuro der frau bloggefluester noch nen floh ins ohr, in dem er ihr vorschlug, doch eine reha zu beantragen, um wieder auf die beine zu kommen. nachtigall, ick hör dir trapsen - das hört sich nach mächtig viel stress an aber vielleicht ist mir ja hier auch das glück hold und der herr wirlehnenerstmalallesab mdk lehnt dieses ansinnen ab. nicht, das ich etwas gegen luftveränderung hätte, nein, beim besten willen nicht. aber ich befürchte, während der reha wird es kaum zeiten geben, wo ich es mir mit frau bloggefluester in einem strandkorb gemütlich machen kann und der ostsee beim wellen zuschauen kann. und um dann vielleicht hin und wieder ein paar herzliche grüße auf eine postkarte zu schreiben. aber nur nicht zuviel anstrengungen - sie wissen schon, gell?
mein liebstes fräulein trulla, da frau bloggefluester heute es mal wieder übertrieben hat -höhö, ich hab sie auch brav gelassen- zieht es sie jetzt verstärkt wieder aufs sofa, so dass ich meine zeilen an sie für hier und heute beenden muß.
es grüßt sie herzlich
ihre frau suse.
ps. fürs ausknocken von der bloggefluesterschen hab ich übrigens noch unerwartet hilfe von frau von bronchienvirus bekommen - ich finde, wir sind ein prima gespann. nur mit diesem spray-omynösus, mit dem ist nicht zu spaßen, bekommt sie doch durch den wieder gut luft und auf dumme ideen ... na, harren wir der dinge und jetzt, jetzt ruft das sofa -winke-
Kommentiert von:frau suse | Dienstag, 16. März 2010, 14:57 Uhr