Nele
Hallo Susanne,
zunächst einmal vielen Dank an Dich und die Blog-Leserinnen für die lieben Glückwünsche. Anja und ich waren nach Neles Geburt zunächst vor allem unendlich müde und unendlich glücklich, die Welt war zum zweiten Mal ein Wunder. Während sich die großen Emotionen Stück für Stück legen, beginnen wir gerade langsam als nun vierköpfige Familie in den neuen Alltag einzutauchen ...
Über die Geburt an sich mag ich gar nicht soviel schreiben. Ich kann nur sagen, dass mir Jolans wie Neles Geburt Wert und Zerbrechlichkeit des Lebens sehr deutlich vor Augen geführt haben. Unmittelbar um die Geburt fühlt sich alles zeitlos an, man ist nur im Hier und Jetzt. Dann registriert man irgendwann das Wunder, das geschehen ist. Und spürt schließlich erste Liebe und Angst um das Neugeborene.
Dann kommt die Müdigkeit :-) Mir war gar nicht mehr bewusst, dass sie dem Geburtserlebnis folgt. (Auch) Man(n) ist halt ein wenig erschöpft. Kannst Du Dich an das Gefühl erinnern, mit Fred im Arm zum ersten Mal nachts durch die Wohnung zu tapern und dabei aufpassen zu müssen, nicht im Stehen einzuschlafen? Als es mir mit Nele so erging, fiel mir ein, dass es mit Jolan genauso gewesen ist.
Schade nur, dass man beim zweiten Kind nicht tagsüber Schlaf aufholen kann. Da will nämlich einer mit einem spielen. Und es plagt einen ein schlechtes Gewissen, weil man ja plötzlich einfach für zwei Tage verschwunden war. Unsere Freunde Uli und Willem, die als männliches Dream-Team Jolans "Geburtsbetreuung" übernommen haben, hatten uns im Krankenhaus mit SMS-Nachrichten wie "Alles in Ordnung, Jolan hat bisher nicht einmal nach Mama oder Papa gefragt." beruhigt. Als ich dann zunächst alleine nach Hause kam, fand ich das bestätigt. Jolan schien quietschvergnügt und beachtete mich kaum. Tatsächlich war er ein wenig beleidigt und zeigte dies auch Anja beim ersten Krankenhausbesuch recht deutlich.
Mittlerweile ist Jolan aber wieder der Alte. Nur kommt er sowohl Anja wie auch mir "größer" vor. Vielleicht liegt das nur daran, dass Nele so "winzig" ist. Vielleicht haben wir ihn aber auch beide ein Stückchen in Richtung Eigenständigkeit losgelassen.
Eifersucht haben wir bisher kaum erlebt. Das haben wir vor allem Oma und Opa zu verdanken, die vor der Geburt ein Playmobil-Müllauto gekauft haben. Nele hat es Jolan aus dem Krankenhaus mitgebracht. Er ist völlig ausgeflippt, als er es ausgepackt hatte und hat erst einmal zwei Tage kein anderes Spielzeug angefasst.
Inzwischen fängt er mehr und mehr an sich für seine Schwester, die er ab und an auch "mein kleiner Broder" nennt, zu interessieren. Meist ist er total vorsichtig, streichelt sie, möchte sie im Arm halten und wollte ihr sogar schon seine (Playmobil-)Mülltonnen zeigen.
Wir hoffen natürlich, dass die Harmonie noch ein wenig bleibt. Den Schwarzen Peter hat wohl Anja, die sich zweiteilen muss, wenn ich wieder Vollzeit arbeite.
Richtig verwundert bin ich übrigens darüber, wie viel Nele schläft. Ich frage mich, warum wir bei Jolan die ersten Wochen als anstrengend empfunden haben. Vielleicht hat uns damals einfach der ungewohnte unregelmäßige Schlaf gestresst, den wir mittlerweile kennen. So fällt es mir beispielsweise beim nächtlichen Stillen bei Nele sehr leicht weiter- oder wieder einzuschlafen. Während ich bei Jolan die ersten Wochen immer mit aufgewacht bin, habe ich bei Nele schon erste Mahlzeiten verschlafen.
Insofern habe ich die Streichhölzer zum Wachhalten erst einmal wieder in die Schublade gelegt. Es geht gerade noch ohne. Etwas erholt tauchen wir, wie eingangs erwähnt, langsam in einen neuen Alltag ein. Irgendwie viel schneller und selbstverständlicher als bei Jolan. Aber leider auch mit weniger Zeit zum Wundern und Staunen über das natürlich schönste Mädchen der Welt ...
Wann kommt Ihr zum Gucken?
Liebe Grüße,
Ingo und Jolan
Nochmals herzliche Gratulation! Nele sieht ja wirklich sehr süß aus und ja, Jolan, scheint sehr gewachsen und älter geworden zu sein.
Ich wünsche Euch allen eine tolle Zeit und hoffe Du findest weiterhin Zeit hier zu schreiben. Würde mich nun doch sehr interessieren, wie Du den Wiedereinstieg in die Arbeitswelt erlebst und gleichzeitig versuchst die intensive Beziehung zu Deiner Familie zu wahren.
Alles Gute und hoffentlich auf bald!
Kommentiert von:Sonja | Mittwoch, 18. Juli 2007, 11:09 Uhr
Herzlichen Glückwunsch zu dem immer wieder währenden Wunder - und dem schönsten Mädchen der Welt! :-)
Lieber Gruß von Renate
Kommentiert von:Renate | Mittwoch, 18. Juli 2007, 12:33 Uhr
Herzlichen Glueckwunsch auch von mir! Deine beiden sehen einfach zu suess aus!
Ich freue mich schon auf die weiteren Eintraege.
Alles Liebe,
Stefanie
Kommentiert von:Stefanie | Mittwoch, 18. Juli 2007, 21:32 Uhr
Herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs.
Vieles, von dem geschilderten kommt mir so bekannt vor. Als vor zwei Monaten unser Felix geboren wurde, ging es uns genau so. Tim wirkte auf einmal viel größer und älter als vor der Geburt. Ich glaube, dass es am Vergleich mit dem Neugeborenen liegt. Als Tims Freunde zu Besuch kamen und wir den direkten Vergleich mit anderen Kindern in seinem Alter hatten, verschwand das Gefühl almälich wieder.
Jan
Kommentiert von:Jan | Donnerstag, 19. Juli 2007, 14:33 Uhr
Congratulations!
Kommentiert von:Annette Strauch | Donnerstag, 19. Juli 2007, 14:40 Uhr
Lieber Ingo,
Dir und Deiner Familie Herzlichen Glückwunsch und alles Gute. Ich bin sehr gespannt auf Neuigkeiten aus Eurer vergrößerten Familie, da wir selbst auch gerade überlegen, ob wir ein zweites Kind wollen.
Viel Spaß!
Kommentiert von:Michaela | Donnerstag, 19. Juli 2007, 20:25 Uhr
Zunächst herzlichen Glückwunsch!
Der Anti-Eifersuchtstrick mit dem Playmobil-Auto ist einfach genial. Werd ich mir merken und ggf. an meine Kinder weitergeben, wenn sie mal Eltern werden.
Schöne Grüße!
Kommentiert von:Eva II | Freitag, 27. Juli 2007, 18:45 Uhr
Wenn auch etwas spät, trotzdem herzlichen Glückwunsch
Kommentiert von:Elternforum | Samstag, 7. Februar 2009, 16:13 Uhr