Neugierig in Dubai

Nicole Husak (34) wohnt in Dubai – und erzählt von ihren Erlebnissen in einer weltoffenen und doch so traditionell verankerten Stadt.

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3 Jahre sind um....

Und somit ist es an der Zeit mein Residenzvisum fuer Dubai zu erneuern. Irgendwie ein aufregendes Gefuehl, das damit einher geht.

Die Administration ist strikt geregelt. Da ich durch Jan (und er von seinem Arbeitgeber) gesponsort bin, musste zuerst sein neues Visum stehen. Zum Erneuerungsprozess gehoeren eine medizinische Untersuchung, relativ viel Geld und ein bisschen Geduld.

Seit einigen Wochen duerfen die privaten Kliniken und Krankenhaeuser die medizinischen Tests nicht mehr durchfuehren. In der Geruechtekueche kursieren die unterschiedlichsten Gruende, aber dazu will ich mich hier nicht auslassen.  Im ersten Moment hatte ich schon etwas Respekt vor dem unbekannten Ort, aber ehrlich gesagt entstand das Gefuehl aus reiner Unwissenheit. Auch wenn ich wirklich neugierig und mit offenen Augen hier lebe, war ich noch nie in einer staatlichen Klinik oder einem staatlichen Arztzentrum. Nach meinem Besuch am Mittwoch kann ich aber eigentlich nur ueber mich lachen.

Ich war in der Al Safa Clinik gegenueber dem Safa Park und wenn man dort hineingeht, empfaengt einen eine etwas nuechterne Atmosphaere. Die Moebel haben 70er Jahre Jugendzimmercharakter, laminiertes Design in schickem braunem Holzmuster.

Die Abteilung, die fuer die medizinischen Tests zustaendig ist, nennt sich "VIP Medical Testing". Zuerst muss man in die Schreibstube - erinnert mich immer sehr an die Besuche bei meinem Vater in seinen Kompanien gute 20 Jahre her. Dort werden die noetigen Formulare in arabisch ausgefuellt. Dazu legt man seinen Reisepass mit dem Visum vor und 2 Passbilder. Mir ist schon einiges lustiges passiert mit den arabischen Formularen, diesmal war es harmlos. Aus meinem dritten Namen Alexandra wurde lediglich Alexander. Fast langweilig.

In dem gleichen Raum waren ein Tisch der Bank of Dubai mit einer lokalen Mitarbeiterin dahinter, die gerade genuesslich und perfekt geschminkt ein suesses Broetchen und Saft vertilgt hat. Im L zu ihr war der Tisch einer Polizisten in Uniform. Er sah auch aus wie ein Einheimischer und ist sicherlich Teilnehmer des neuen Sportprogramms der Polizei.

Nachdem ich die 20 Dirham fuer das Ausfuellen der Formulare bezahlt habe, habe ich meine Papiere am Schalter im Hauptraum abgegeben und wurde noch um 690 Dirham aermer gemacht. Dort bekam ich die Nummer 92 und durfte warten. Erstaunlicherweise gar nicht lange bevor ich zur Blutabnahme aufgerufen wurde. Was soll ich sagen... Ich wurde mit meinem Zweitnamen gerufen, den ich geflissentlich ignoriert habe, da ich ihn nie nutze. Irgendwie hab ich dann aber doch von meiner Zeitung aufgeschaut und registriert, das keine andere Frau wartete, also musste ich gemeint sein.

Die Blutabnahme ging sehr schnell und wurde von zwei indischen Aerztinnen vorgenommen. Da ich am fruehen nachmittag da war, wurde ich fuer den kommenden Morgen zum Abholen der Ergebnisse bestellt.

Gesagt getan. Voellig unkompliziert habe ich am darauffolgenden Morgen meine Ergebnisse gereicht bekommen. Diese hat Jan dann beim Visaservice in seinem Buero eingereicht und nun warte ich auf meinen Pass.

Damit Ihr eine Idee bekommt, wie die Formulare hier aussehen koennen, habe ich Euch meinen Bescheid hochgeladen   Visa renewal 2009 herunterladen

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Kommentare

Hallo Nicole,
wenn ich das richtig verstanden habe, hast Du nur durch Deinen Mann eine Arbeitserlaubnis. Fühlt sich das für Dich eigentlich komisch an? Hast Du denn auch Arbeit oder darfst Du garnicht arbeiten?

Hey Nicole,

danke für Deine schönen Beiträge, ich konnte Dir (teilweise) gut nachfühlen!:-)

Viele Grüße (aktuell aus Australien, nicht Dubai)
Markus

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