Downunder: Urlaub mit Folgen

Annette Dutton (43) wollte 2000 eigentlich nur nett Urlaub machen und am Great Barrier Reef tauchen gehen. Dann angelte sie sich den Mann fürs Leben.

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Cheers!

Wer die Kommentare zu meinem vorherigen Eintrag gelesen hat, weiß, dass meine Zeit hier abgelaufen ist. Ich habe ein wenig mit mir gerungen, ob ich nun ganz mit der Bloggerei aufhören soll oder doch an einem anderen Ort weitermache. Ich hab mich für Letzteres entschieden und freue mich, wenn Ihr demnächst mal vorbeischaut! Allen neuen und alten Bloggern hier bei Brigitte online wünsche ich viel Spaß und jede Menge Leserinnen! Und wer möchte, der findet mich von nun an hier:

http://annettedutton.typepad.com/blog/

See ya!

Selling Bratwurst in Down Under

"Selling Bratwurst in Down Under. Wie ich der Liebe wegen nach Australien auswanderte"

Das ist der Titel meines ersten Buches und ich freue mich wie Bolle, denn es ist seit heute im Handel erhältlich. Das hat mich überrascht, denn eigentlich sollte es erst Anfang Juli erscheinen. Schon komisch, dass ich jetzt nicht in Deutschland bin. So warte ich nun nervös so fern vom Veröffentlichungsort ab, was wohl meine Freunde und besonders meine Familie zum Buch wohl sagen werden.

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The Big Smoke

Wir sind zurück aus Melbourne. 10 Tage waren wir in der Hauptstadt Victorias und im ländlichen Warrnambool, um Familie und Freunde zu besuchen, die wir seit unserem Umzug in die Tropen dort zurückgelassen haben. Dreieinhalbtausend Kilometer liegen seither zwischen uns und Johns erwachsenen Kindern Rachel und Jonathan.

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life is a beach

Letztens hat ein Kommentator im hiesigen Fernsehen die Gesamtheit der Australier für delusional erklärt, was ein schöner Ausdruck für den Zustand der Selbsttäuschung ist. Seine Mitbürger seien, meinte er, völlig auf dem Holzweg, was die internationale Wichtigkeit ihres Landes anbelange. Anlass war, dass unser Prime Mininster Kevin Rudd in der heimischen Presse gerne mal als worldleader bezeichnet wird, zuletzt in Sachen Klimaschutz. Komisch nur, dass sich in Kopenhagen keine Sau für seine Führungsqualitäten interessiert hat. Dabei hat der Mann doch wirklich die ein oder andere gute Idee. Kümmert nur eben keinen und ich kann’s sogar verstehen. Deswegen habe ich dem Fernsehmann aufmerksam gelauscht. Der sagte dann, dass wir Australier doch endlich zur Kenntnis nehmen sollten, dass wir ein Resort-Kontinent sind, eine Art überdimensionaler Club Med und sonst gar nichts.

Strand, Sonne, Urlaub – das ist Australien für den Rest der Welt. Vom Club Med-Chef erwartet man sich vielleicht einen Freundschafts-Rabatt oder einen freien Begrüßungs-Cocktail, aber sicherlich keine tiefschürfenden Analysen zur Gletscherschmelze. Da gucken die Touristen doch lieber dem Verschwinden der Eiswürfel in ihrem Mojito zu. Und das tut dem Australier weh. Dabei ist das doch gar kein schlechtes Image. Mit einem Land, das bei anderen warme Urlaubsgedanken auslöst, kann ich persönlich ganz gut leben. Ich könnte mir immerhin Schlimmeres vorstellen, z.B. wollte ich nicht im Kühlhaus der Welt wohnen. Ich finde es auch nach fast 10 Jahren in Australien noch immer schön, dort zu leben, wo andere Ferien machen. So jemand wie ich hat nämlich viele Freunde. Hier in den Tropen sogar manchmal mehr, als man kennt.

Glaubt mir, Facebook-Freunde sind ein Dreck gegen meine neuen Ich- bin- der- Großkusin- der Patentante- deiner- ehemaligen- Nachbarin-Freunde. Wie, ich kann mich nicht mehr an diese Nachbarin erinnern, die 1987 ein halbes Jahr in der WG im 2. Stock gewohnt hat? Ist ja schade, na, schöne Grüße jedenfalls und diese Flasche Wein ist auch von ihr. Bei meinen ersten deutschen Backpackern war ich noch sehr naiv und fragte, wofür der Wein denn sei. Ich fühlte mich ein wenig beschämt, als ich folgende Antwort erhielt: „Das war doch das Zeugs, dass ihr beim Tante Emma Laden um die Ecke gekauft habt, wenn Euch der gute Rote ausgegangen ist.“ Ich guckte mir das Etikett an und tatsächlich, der Groß-Kusin hatte recht! 3,80 D-Mark, nicht Euro. Der herrlich süffige Kröver Nacktarsch. All die Nächte am WG-Tisch … Wie hätte ich dem Boten sentimentaler Erinnerungen kein Bett und Mahl anbieten können? Und so öffnete ich dem ersten Ruckreisenden meine Tür.

Und der blieb, und blieb. Tagsüber buchte er aufregende Tauch-Touren zum Riff oder Wildwater-Rafting oder Hiking im Regenwald. Zur Fütterungszeit fand er sich aber immer pünktlich an meinem Trog ein, bevor er sich abends gestärkt in den Backpacker-Partyrummel stürzte. Er hat sich nach 10 Tagen dann sehr nett verabschiedet. Ich hab nie wieder was von ihm gehört und auch nicht von meiner ehemaligen WG-Nachbarin. Nicht, dass ich traurig gewesen wäre. Ich war ja froh, als der Knabe endlich sein Ränzlein schürzte (nachdem er noch fix seine Wäsche gewaschen und in meinen Trockner geworfen hatte). Aber so ist das eben mit meinen neuen Freunden. Ein paar deutsche Backpacker später bin auch ich ein wenig schlauer geworden. Nicht, dass ich nicht gerne aushelfen würde. Nur weiß ich jetzt, wie sie ticken, die jungen Leute, und kann deshalb durchaus auch mal „nein“ sagen, wenn sie sich aufgrund dünner (oder auch nur nationaler) Bande kostenlose Kost und Logis versprechen. Ich verstehe schon, dass man als Backbacker sparen muss und das australische Bier ist auch ein Teueres, aber wieso eigentlich auf meine Kosten?

Ach, was soll’s! Ich könnte es den jungen Menschen doch nun wirklich nachsehen. Zumal ich jetzt diesen erweiterten Horizont habe und weiß, wie die Welt uns sieht. Resort-Country, Club-Med-Kontinent, all- inclusive-five star! Man soll auch nicht gleich jede Illusion bzw. delusion zerstören, das macht die Menschen nur negativ und dann bleiben sie vielleicht deprimiert zuhause sitzen anstatt zu reisen. Das täte Australien ja auch nicht gut. So ein Resort lebt nun mal vom Tourismus. Nur ich leider nicht. Schade, aber dafür hab ich wie gesagt jede Menge Freunde.

Cold Turkey

Uffz, Halbzeit – endlich! Noch knapp zwei Wochen und ich darf wieder trinken. Was Alkoholisches, meine ich. Während Ihr in Deutschland Euch Mitte Februar einen hinter die steifgefrorene Binde gießt, um Euch enthemmt (oder auch nur halbwegs erwärmt) ins närrische Treiben zu stürzen, sitze ich hier stocknüchtern unter meiner Klimaanlage und denke nach. Was ist nur los mit mir? Sonst trinke ich doch gerne, auch gerne viel. Ich werde mich doch nicht so mir nichts, Dir nichts um 180 Grad gedreht haben? Ist das die Midlife Crisis?

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Wenn der Hai an ihrem Knie knabbert

Wenn der Hai an ihrem Knie knabbert, dann wissen Sie, es ist Sommer. Zumindest hier in Australien. Es ist Januar und das ist die Zeit unserer großen Ferien. Familien verbringen die heißen Tage gerne am und im Meer. Wer könnte es ihnen verübeln? Wo wir doch sowieso jede Menge herrlichen Strand haben!

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Das Federvieh - ein Foto

Ok, Ok, ich hab's versprochen und ich werde es halten. Hier also auf Wunsch ein paar Bilder von unserem weihnachtlichen Turkey. Zugegebenermaßen war ich am (gelungenen) Ergebnis nur bedingt beteiligt. Mein Bruder Chris hat die Hauptarbeit geleistet ... Und ja, das Viech war sehr lecker und hat nach unserem Christmas Day lunch daher gar nicht lange dumm im Kühlschrank rumgelegen. Ich hoffe, Ihr hattet's auch so lecker! Mögen unsere Hüften ein kurzes Gedächtnis haben, seufz!  Ein fröhliches 2010 Euch allen!2009_12250019
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Gut, was?

Weihnachtsstress unter Palmen?!

Irgendwie hatte ich mir das Weihnachtsfest in den Tropen ein wenig relaxter vorgestellt. Es ist ja Sommer hier und mit leicht schwülen 33 Grad nicht eben weihnachtlich im europäischem Sinne. Da denke ich an einen Liegestuhl beim Pool unter Palmen. Ich sehe mich mit einem erfrischenden Cocktail in der Rechten, einem Buch in der Linken. Ahhh, Urlaub! Die Weihnachtszeit heißt hier doch schließlich auch „holiday season“ und in den Tropen - so dachte ich mir das – weiß  ich wenigstens mal, warum. Leider hat sich das mein Kopf ein wenig schöngefärbt.

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Verunreinigungen

Letztens habe ich in der „Zeit“ gelesen, wie sehr sich ein angesehener deutscher Schriftsteller vor der Blogosphäre ekelt. Widerlich sei es, sagte dort sinngemäß Botho Strauss, widerlich sei es mit ansehen zu müssen, wie Menschen den Orbit mit ihrem privaten Gemülle vollkotzten. Deswegen gucke er nun auch nicht mehr hin.

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Mein wunderbarer Friseursalon

 

Wer in eine andere Stadt zieht, muss sich ein neues Netz weben. Ich spinne noch immer an meinen Fäden, seit wir letztes Jahr von Victoria nach Queensland gezogen sind. Mitunter kann das ganz schön stressig werden, das ist in Australien nicht anders als in Deutschland.

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